Wissenschaftsmarketing radikal neu denken

Zeit für eine gründliche Reform

Es hat gedauert, aber jetzt ist es im Buchhandel, das neue Handbuch zum Wissenschaftsmarketing aus dem Verlag SpringerGabler. Zwei längere Beiträge stammen aus meiner Notebooktastatur, wobei mir mein Denkanstoß zum Wissenschaftsmarketing besonders am Herzen liegt.

Auf 35 Seiten beschreibe ich einen Ausweg aus der aktuelle Sinnkrise des Wissenschaftsmarketing. Und der ist dringend erforderlich, denn nur wenige Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen setzen systematisch Wissenschaftsmarketing ein – und wenn, dann als begrenztes operatives Werkzeug. Erschwerend kommt hinzu, dass Marketing in der Scientific Community einen hundsmiserablen Ruf hat.

Mein Beitrag verstehe ich als Plädoyer für eine gründliche Reform. Die 4Ps und ihre Verwandten sind passé. Das reformierte Wissenschaftsmarketing macht sich unabhängig von den Prinzipien des Wirtschaftsmarketing und geht eigene Wege.

Neues Modell für die Praxis

Im Beitrag analysiere ich im ersten Teil die Symptome der Krise und stelle danach ein neues Konzeptionsmodell speziell für Marketing in der Wissenschaft zur Diskussion. Das Modell ist ein Denkanstoß, aber keine graue Theorie, denn ich habe es in den letzten zwei Jahren in mehreren Konzeptionsjobs bereits mit Erfolg eingesetzt. Auch meine Studierenden an der TU Berlin arbeiten damit, und erzielen gute Resultate – viel bessere als mit Product, Price, Place und Promotion.

Handbuch Wissenschaftsmarketing
Konzepte, Instrumente, Praxisbeispiele
Herausgeber: Wolfgang Merten und Thorsten Knoll
Verlag SpringerGabler
470 Seiten
44 Euro