Konzepte sind nichts für Detailverliebte

Ein Kommunikationskonzept entsteht, um eine eindeutig definierte, langfristig stringente Linie für die zukünftige Kommunikationsarbeit zu finden. Die  strategischen Eckpfeiler werden definiert und in diese Konstellation adäquate Umsetzungsvorschläge eingepasst. Der Konzeptioner ist in diesen Sinne Architekt der Kommunikation und nicht ausführender Handwerker.

Deshalb wäre es verkehrt, ja bisweilen sogar gefährlich, innerhalb des Konzepts  an jedes Detail zu denken und an Einzelheiten zu feilen. Wer alles richtig machen und nichts vergessen will, der verliert schnell die große Linie und das Konzept wirkt überfrachtet.

Es macht also keinen Sinn im Rahmen der Konzeptentwicklung schon die Zahl der Hostessen auf dem Tag der offenen Tür festzulegen oder eine Einstecklasche auf der letzten Innenseite der Imagebroschüre einzuplanen. Sicherlich müssen diese Fragen geklärt werden, aber auf einer späteren Planungsstufe und nicht im grundlegenden Konzeptpapier.

Ein strategisches Konzept ist eine Zukunftsentscheidung. Das Konzept braucht dazu die nötige Deutungshoheit und darf sich nicht im Klein-Klein verlieren.