11 November 2014

Aufträge über Ausschreibungen

By |2017-07-13T16:01:18+00:00November. 11th. 2014|Branche und Business|

Forderung: Transparente Bewertung bei Ausschreibungen


Ich ziehe jedes Jahr in mehrere Ausschreibungsschlachten – als „Söldner“ von Agenturen engagiert. Ausgeschrieben werden Kommunikationskampagnen aller Art. Die dazugehörigen Ausschreibungstexte werden seit Jahren immer länger, immer administrativer und dadurch leider auch immer aussageschwächer. Gleichzeitig steigt der Teilnahmeaufwand stark an. Ein ganzer Stapel von Dokumenten, Bescheinigungen, Kalkulationen, Referenzen, Mitarbeiterprofilen, Konzeptentwürfen wird abgefragt. Und dabei darf man bloß nichts vergessen, sonst ist man sofort draußen.

Warum dieser Aufwand? Um Fairness und Transparenz im Ausschreibungsverfahren sicherzustellen, sagen die ausschreibenden Institutionen.

Okay, nur einer kann die Ausschreibung gewinnen. Alle anderen kassieren eine Absage. So ist nun mal das Agenturleben. Was mich frustriert, ist auch nicht die Niederlage, sondern das unfruchtbare Absage-E-Mail, das meine Niederlage begründet. . „…hat eine andere Agentur unsere Erwartungen besser getroffen“ so oder ähnlich kurz und schwammig lauten meist die Begründungshalbsätze. Da habe ich zusammen mit dem Agenturteam tagelang hart gearbeitet – und dann das!

Man lernt aus Fehlern, sagen die Pädagogen. Ich würde gern aus meinen Fehlern lernen und es bei der nächsten Ausschreibung besser machen. Nur mit solch schleierhaften Begründungen ist das unmöglich. Zwar werden im Ausschreibungstext in der Regel alle Bewertungskriterien bis hin zu Prozentwerten und Gewichtungsfaktoren aufgelistet. Aber wie die Entscheidungen dann konkret zu Stande kommen und wo die Fehler liegen, das bleibt völlig intransparent.

Es wird dringend Zeit, hier etwas zu ändern. Ich mag nicht mehr Rätsel raten und stelle die Forderung, dass jeder Ausschreibungsteilnehmer seine Bewertung mit allen Einzelkriterien schriftlich bekommt – und zwar in Relation zum Besten und zum Durchschnitt . Durch diese transparente Bewertung erkennen die teilnehmenden Agenturen, wo ihre Schwächen liegen, sie können dazulernen und es das nächste Mal besser machen. Und davon profitiert letztendlich auch die ausschreibende Institution.

18 August 2014

Neues Konzeptionsbuch

By |2017-07-13T16:05:59+00:00August. 18th. 2014|Branche und Business|

Buchtipp: Konzeption von Kommunikation

Merten-Buch

 

Vor einem Jahr ist das neue Konzeptionsbuch von Klaus Merten erschienen. Der Untertitel des Buches bringt den besonderen inhaltlichen Charakter ganz gut auf den Punkt: Theorie und Praxis des strategischen Kommunikationsmanagements. In der Tat liegt die Besonderheit in der Verbindung.

Auf der einen Seite werden die theoretischen Grundlagen und Methoden der Kommunikationskonzeption gründlich und versiert dargestellt. Klaus Merten ist emeritierter Professor für empirische Kommunikationsforschung – und das spürt man. So sattelfest würde ich das nie hinbekommen.

Auf der anderen Seite ist das Buch voll mit Praxisbeispielen und Konzepten. Fast jeder wichtige Schritt wird mit einem Praxisbeispiel verdeutlicht. Dazu kommen 10 Konzepte, bei denen jeweils die gesamte Schrittfolge der Kommunikationsplanung ins Blickfeld rückt. Das Spektrum der Auftraggeber reicht vom Handwerksbäcker in Duisburg bis zu EADS/Airbus in Hamburg. Klaus Merten schaut aus dem PR-Blickwinkel auf die Kommunikation. Marketingkommunikation ist nicht sein Metier.

Ja, Praktiker aus Agenturen und Unternehmen können das Buch mit Gewinn lesen. Aber die Hauptzielgruppe sehe ich in den Studenten der zahlreichen Kommunikationsfachbereiche an deutschen Hochschulen. Vor allem das rund 100 Seiten lange Glossar ist erwähnenswert, denn es reiht nicht einfach Stichworte aneinander, sondern erklärt die maßgeblichen Fachbegriffe der Kommunikation und unterfüttert sie mit Schaubildern und Beispielen. Eine wahre Fundgruppe für die Bachelor-Arbeit!

Was hat mir nicht gefallen? Dass Klaus Merten die SWOT-Analyse so kritisch angeht. Sie sei veraltet und entspräche nicht mehr den Anforderungen des modernen Managements. Das sehe ich anders. Die SWOT hat in der Tat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, aber sie ist zeitlos robust und unverwüstlich in der Anwendung. Mit wenig Aufwand lässt sich ein solides analytisches Fundament bauen. Ohne die SWOT wäre ich in meinem konzeptionellen Arbeitsalltag hoffnungslos verloren.

23 März 2014

Neues Buch zur Konzeptionslehre

By |2017-07-15T15:36:57+00:00März. 23rd. 2014|Branche und Business|

Buchtipp: Erfolgreiche Konzepte

Vor zwei Jahren habe ich eine kleine Serie mit Blogeinträgen abgeschlossen, die Fachbücher rund um das Thema Konzeption in PR, Werbung und Kommunikation vorstellte. Ich war schlichtweg mit allen damals aktuellen Konzeptionsbüchern durch, jedenfalls mit allen, die aus meiner Sicht fachlichen Nährwert hatten.

Zwischenzeitlich sind zwei neue Bücher zum Thema herausgekommen und ein altes Konzeptionsbuch wurde komplett überarbeitet. Also lasse ich meine Buchbesprechungsserie wieder aufleben.

„Erfolgreiche Konzepte“ von Katja Ischebeck ist im letzten Jahr erschienen.  Das kompakte Buch aus dem Gabal-Verlag habe ich gestern Nachmittag in einem Rutsch durchgearbeitet. Es liest sich flüssig und geht die Konzeptionsarbeit sehr praxisnah an. Für mich persönlich gab es wenige neue Erkenntnisse – aber ich bin auch gar nicht die Zielgruppe.

Die Praxisanleitung in 6 Schritten erscheint mir ideal für alle Akteure in Unternehmen und Institutionen, die in die Materie der Konzeption einsteigen und sich unsicher fühlen, oder sogar einen ziemlichen Bammel vor den Widrigkeiten der Konzeptionserstellung haben. Katja Ischebeck nimmt sie an die Hand und führt sie, nach gründlicher Vorbereitung, in 6 Schritten durch die konzeptionelle Arbeit. Sie konzentriert sich dabei auf Instrumente, Methoden und Tipps, die für den Anfang notwendig sind. Der  konzeptionelle Weg wird mit leichtem Gepäck beschritten, so dass jeder das Gefühl hat, er kann das Ziel erreichen.

Dabei geht es in „Erfolgreiche Konzepte“ nicht explizit um Kommunikationskonzepte. Die im Buch beschriebene Schrittfolge eignet sich genauso gut für ein Kundenservicekonzept oder für eine konzeptionelle Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements oder für den nächsten Betriebsausflug.

Ein Kommunikationskonzept lässt sich mit der Schrittfolge natürlich auch erarbeiten, ohne Frage. Aber wer in diesem speziellen Sektor vorankommen will, der sollte sich besser ein  themenspezifisches Fachbuch zulegen, das der Konzeption von Unternehmens- oder Marketingkommunikation auf den Grund geht.

6 März 2014

Trends und Themen zur internen Kommunikation

By |2017-07-15T15:37:58+00:00März. 6th. 2014|Branche und Business|

Ein neuer Blog im Blick

Bis vor wenigen Jahren war die interne Kommunikation so etwas wie das fünfte Rad am Wagen der Kommunikation. Jedenfalls habe ich es lange Zeit so erlebt. „Das darf nicht viel kosten“,  oder „Die sollen froh sein, dass sie hier einen guten Arbeitsplatz haben“, hieß es in den Chefetagen.

Inzwischen hat sich der Wind gedreht.  Wahrscheinlich haben die dunklen Wolken des Fachkräftemangels zu einem Umdenken in deutschen Unternehmen geführt. Die interne Kommunikation legt plötzlich wieder an Gewicht zu und blüht auf.  „Wir müssen unbedingt mehr für unsere Mitarbeiter tun“, heißt es jetzt.

Mitte 2011 haben Ulrike Führmann und ich unser Praxisbuch „Wie kommt System in die interne Kommunikation?“ gründlich überarbeitet und in zweiter Auflage neu verlegt. Die Neuauflage profitiert anscheinend vom aktuellen Trend und verkauft sich erstaunlich gut.

Und vor ein paar Tagen hat Ulrike Führmann nun endlich ihr Weblog zur internen Kommunikation – kurz IK-Blog – gestartet.  Da sie seit über 10 Jahren als Beraterin und Strategin für interne Kommunikation arbeitet, hat sie die Expertise, um in ihrem Blog über Trends und Tendenzen in der Mitarbeiteransprache zu reflektieren. Es geht ihr nicht um das übliche Branchengeschwätz, sondern um Einsichten und Einblicke in einen Kommunikations-bereich, der viel Feingefühl erfordert. Die ersten Einträge habe ich mit Interesse gelesen und ihren Blog auch gleich abonniert. Ich bin gespannt, wie es weitergeht: http://www.ik-blog.de

27 Oktober 2013

Wettbewerb der freien Theater in Berlin

By |2017-07-15T15:42:46+00:00Oktober. 27th. 2013|Branche und Business|

Theater macht Marketing

Im Sommer 2013 hat der Berliner Landesverband freier darstellender Künste einen Marketingwettbewerb für freie Theaterprojekte ausgeschrieben. Ungewöhnliche Marketing-/Kommunikationsideen wurden gesucht. 25 Projekte nahmen teil, aus denen eine Jury 10 Finalisten auswählte.

Mitte Oktober fand ein Workshop-Wochenende für die 10 Projekte der Endrunde statt. Ulrike Führmann und ich unterstützten die Teilnehmer bei der Konzeptentwicklung. Eine Woche später standen Spezialisten aus verschiedenen Kommunikations- und Marketingbereichen bereit und gaben wertvolle Tipps.

Vorgestern fand dann der große Pitch im DOCK 11 Eden***** in Berlin Pankow statt. Der Saal war gut gefüllt. Jede Gruppe hatte fünfeinhalb Minuten Zeit ihr Marketingkonzept vorzustellen. Ich saß im Publikum und hat einen riesen Spaß. Ich kam, sah und fand, das Marketing vom Theater viel lernen kann.

Wer Interesse an Präsentationen hat, die vom üblichen Konzeptvortrag mit Powerpoint-Textwüste im Hintergrund abweichen, der schaue sich die Videoclips der 10 Präsentationen an.

Heute Abend fällt dann die Entscheidung, die Sieger des Marketingwettbewerbs werden gekürt.

31 August 2013

Wandel in der Kommunikationsbranche

By |2017-07-15T15:45:56+00:00August. 31st. 2013|Branche und Business|

Es gibt keine Werbeleiter mehr…

Vor ewigen Zeiten sang Reinhard Mey, dass es keine Maikäfer mehr gäbe. So ganz stimmte das damals nicht. Wenn ich an dieser Stelle behaupte, dass es keine Werbeleiter mehr gibt, werden sicherlich ein paar überlebende Werbeleiter protestieren. Okay, ich gebe zu, dass es sich um meinen subjektiven Eindruck handelt.

Ich habe im Sommer einen Archivkarton voller alter Visitenkarten gesichtet und ausgesiebt. Bei der Durchsicht der Karten fiel mir auf, dass schon seit einigen Jahren kein Werbeleiter mehr mit mir am Tisch gesessen hat.  Ich sitze nämlich jedes Jahr in zahllosen Briefings, Besprechungen und Präsentationen. Die letzte Begegnung, das muss irgendwann 2005 gewesen sein. Seitdem keine Spur mehr – weder im Karton mit den Visitenkarten, noch in meinem Gedächtnis.

Die Zeiten ändern sich. In meinen Anfangsjahren als Konzeptioner hatte ich ständig mit Werbeleitern zu tun. Sie waren eine tragende Säule des Kommunikationsgeschäfts, ohne sie lief nichts. Und heute? Stehen sie anscheinend auf der Liste der aussterbenden Berufsarten.

15 Juli 2013

Kommunikation braucht Veränderung

By |2017-07-15T15:48:30+00:00Juli. 15th. 2013|Branche und Business|

Kommunikation sollte ewig jung bleiben

Ich lese gerade als anregende Urlaubslektüre das schlaue Buch des Neurowissenschaftlers Jonah Lehrer über die Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Jonah Lehrer sagt, dass der Sänger und Songschreiber Bob Dylan gesagt hat: „Wer nicht ständig dabei ist, neu geboren zu werden, ist dabei zu sterben.“

Was hat das bitteschön mit institutioneller Kommunikation zu tun? Sehr viel, wie ich finde. Erfolgreiche Kommunikationsarbeit in Unternehmen und Institutionen lebt von Veränderung und Weiterentwicklung. Alles bleibt in Bewegung und es gibt dauernd Neues zu erzählen.

Sobald die Kommunikation aber erwachsen wird, fast nur noch aus bewährten Routinen und liebgewonnenen Standards besteht, sinkt zwar das Risiko Fehler zu machen und alle Beteiligten fühlen sich sicher. Aber diese Sicherheit ist trügerisch, denn gefangen im Kreislauf des Gewohnten verliert die Kommunikation mit der Zeit ihren Schwung, wird langsam immer grauer und fader.

15 Februar 2013

Marketing hat Image-Probleme

By |2017-09-08T15:00:44+00:00Februar. 15th. 2013|Branche und Business|

Makel Marketing

Im Verlauf des Briefings frage ich die Projektleiterin, welche Kommunikationswerkzeuge in ihrem Projekt zum Einsatz kommen. Sie berichtet von einer Infoveranstaltung, die ein volles Haus hatte, von einer Website, in deren Pflege sie viel Herzblut stecke. Noch weitere Werkzeuge werden aufgezählt – und dann scheint sie mit ihrer Liste durch zu sein. Aber im gleichen  Moment, als ich die nächste Frage stellen will, fällt ihr noch etwas ein und sie ergänzt mit einer auffällig wegwerfenden Handbewegung:  „Ach ja, und dann gibt es natürlich noch den üblichen Marketingkrempel. Anzeigen, Broschüren, Plakate  und so….“

Nach der Pressepräsentation eines neuen Produkts stehe ich mit dem Journalisten einer großen Tageszeitung am Brunchbuffet. Wir plaudern über dies und das. Schließlich frage ich ihn, was er denn von den neuartigen Leistungsmerkmalen des Produkts halte. Er winkt sofort ab: „Ehrlich gesagt, bei den Präsentationen dieser Marketingfuzzies bin ich immer misstrauisch und schaue lieber erst einmal genauer hin…“

Ich blättere eine Werbebroschüre meines Kunden durch und bin erstaunt. Die Broschüre sei doch etwas in die Jahre gekommen, sage ich, nicht mehr auf der Höhe der Zeit, deshalb empfehle ich eine komplett modernisierte Neuauflage. Mein Aufraggeber zögert und spricht von verschwendetem Geld. Verschwendetes Geld? Ich frage nach und er klärt mich auf: „Wissen Sie, um ehrlich zu sein, dieses ganze Marketingblabla in der Broschüre, das will ja doch keiner lesen…“

Ein neuer interessanter Auftrag winkt. Beim Vorgespräch hakt der potentielle Auftraggeber nach, weil ich mich als Konzeptioner bezeichnet habe und er nicht begreift,  was ich damit meine. Könne er darunter so etwas wie einen Marketingberater verstehen? Und ehe der Hahn drei Mal kräht, habe ich doch glatt widersprochen: „Nein,  nein, Marketing, das greift viel zu kurz. Mein Erfahrungshorizont ist wesentlich weiter und umsichtiger…“

21 Januar 2013

Kommunikation ist ein sozialer Akt

By |2017-09-08T15:01:50+00:00Januar. 21st. 2013|Branche und Business|

Das große Social Web-Mißverständnis!

Klar, Social Web, das kennt doch jeder, das ist diese neue Internethype, dazu gehören Facebook , Twitter, Xing und  vieles mehr.  So lautet die weitverbreitete und vorherrschende Meinung. 

Meine Meinung ist eine andere. Die aktuelle Verwendung des Begriffs Social Web führt aus meiner Sicht zu einer gefährlichen Verengung des Gesichtsfeldes und verkennt die Realitäten.

Tatsache ist, dass das ganze Web sozial ist. Websites sind sozial, Shops sind sozial, Mails sind sozial, E-Newsletter sind sozial, klassische Foren und Chats sind sozial.

Das ganze weltweite Netz besteht zu 100% aus Kommunikation. Und Kommunikation ist der elementare Spinnfaden aller sozialen Prozesse, Beziehungen und Kooperationen. Nicht nur über Facebook, auch über meine Website finde ich ständig neue Kontakte und baue Beziehungen auf. Nicht nur über Twitter, auch über Mails, Newsletter und Chats erfahre ich Neuigkeiten und tausche mich aus.

Aus diesem Grund gelten auf allen kommunikativen Ebenen  – auf der Facebook-Seite genauso wie auf der klassischen Website  – ohne Einschränkungen die sozialen Regeln und man muss entsprechend regelgerecht kommunizieren, um Akzeptanz und Anerkennung zu finden. Und es geht noch weiter: Man muss zugleich darauf achten, dass die Online-Kommunikation stets schlüssig zur Offline-Kommunikation passt. Beides wird nämlich von den Rezipienten im Kopf als undifferenzierte Gesamtheit abgespeichert und muss deshalb konsistent geführt werden.

16 Januar 2013

Lesetipp in der Wirtschaftswoche

By |2017-09-08T15:02:48+00:00Januar. 16th. 2013|Branche und Business|

wiwo-Kolumne schaut Werbewelt auf die Finger

Wer sich für einen Blick hinter die Kulissen von Marketing und Werbung interessiert, der sollte  in die Kolumne „Werbesprech“ klicken, die von den beiden Werbeprofis Thomas Koch und Ralf Schwarz jeden Mittwoch auf  Wirtschaftswoche Online veröffentlicht wird.

Warum ich für Werbesprech spreche? Während sich die Branche gern in Positur wirft und das eigene Ego füttert, seziert Werbespruch neue Entwicklungen und Erkenntnisse aus der schönen, bunten Werbewelt mit spitzer Feder und klarem Verstand.  Denn es ist nicht alles toll, was glänzt.

„Marketing: Denn sie wissen nicht, was sie tun!“,  „Die neun Sargnägel der Werbung“ oder „Das erbärmliche Rumgeschummle mit der Stiftung Warentest“ – Die  aktuellen Kolummentitel deuten die Richtung an – und die ist kritisch, aber konstruktiv. Den Grundtenor der Kolumne Werbesprech würde ich wie folgt zusammenfassen: Die Werbebranche muss ihre Arbeitshaltung umgehend gründlich ändern, sonst ist die Versetzung gefährdet.