20 Dezember 2012

K wie Wissen

By | 2017-09-08T15:03:39+00:00 Dezember. 20th. 2012|Persönliches und Sonstiges|

Vom Konzeptionerblog zum Konzeptionerwiki

Kinder, wie die Zeit vergeht! In den nächsten Tagen erreicht mein Konzeptionerblog das 9. Lebensjahr. Im schnelllebigen Netz ist das schon eine halbe Ewigkeit. Von Geburt an versteht sich der Blog als Konzentrat meiner Praxiserfahrungen aus der Unternehmens- und Marketingkommunikation – und über die Jahre ist da einiges an Wissen zusammengekommen.


Im Sommer habe ich in alten Einträgen geschmökert und kam auf die Idee, die Inhalte
auf meiner Website zweitzuverwerten. Es hat dann noch einige Monate gebraucht, bis ich den Plan in die Tat umgesetzt hatte.  Im „Konzeptionerwiki“ auf meiner Website löse ich die kalendarische Chronologie des Konzeptionerblogs auf, wähle gezielt nur die Einträge mit fachlichem Nährwert aus und ordne sie entlang der gängigen methodischen Schrittfolge eines Kommunikationskonzepts. Möglicherweise ist der Begriff „Wiki“ nicht 100% korrekt gewählt, aber egal, mir gefällt er. Denn alles in allem ist eine umfangreiche und übersichtlich strukturierte Wissenssammlung entstanden. Aufschlussreich für alle, die sich beruflich, schulisch oder privat mit Kommunikation und Konzeption beschäftigen. Wer einen Blick riskieren will: www.schmidbauer-berlin.de

Nachtrag August 2014

Um ehrlich zu sein, mir wurde es zu aufwändig, den Wiki zu führen. Deshalb habe ich ihn unlängst aus dem Netz genommen und in der Versenkung verschwinden lassen. Sorry!

31 Oktober 2012

Aus gegebenem Anlass: Zitate in der Abschlussarbeit

By | 2017-09-08T15:08:57+00:00 Oktober. 31st. 2012|Persönliches und Sonstiges|

Ihr könnt mich zitieren …aber richtig!

Unsere Bildungsministerin ist mit ihrer Doktorarbeit in die Schlagzeilen geraten. Der Fall hat mich stärker als andere Plagiat-Vorwürfe beschäftigt, weil sie ihre Arbeit fast zur gleichen Zeit geschrieben hat wie ich. Das ruft Erinnerungen wach!

Bei mir handelte es sich zwar nur um eine Diplomarbeit im Fach BWL, auch war mein Thema – Die Vermarktung von Rockmusik am Beispiel der Langspielplatte – vergleichsweise trivial – aber dennoch : Als ich die fertige Arbeit in den Händen hielt, war ich so was von stolz und glücklich, denn die 160 Seiten stellten die bis dahin größte Arbeitsleistung meines noch jungen Lebens dar.

Schon in der Oberstufe des Gymnasiums wurden wir angehalten, korrekt zu zitieren. Im Studium ging es munter weiter. Jede Seminararbeit musste den Zitierregeln entsprechen, sonst gab es Ärger. Zur Abschlussarbeit bekamen wir ein mehrseitiges Merkblatt, das noch einmal in allen Gründlichkeit die Regeln des richtigen Zitierens ins Gedächtnis rief. Gleichzeitig mussten wir eine Erklärung unterschreiben, dass die Regeln bekannt sind und dass die Arbeit komplett auf eigenem Mist gewachsen ist. In der abschließenden Korrekturphase meiner Arbeit verbrachte ich viele Stunden damit, jedes einzelne meiner zahlreichen Zitate noch einmal akribisch zu überprüfen.

Ein Kommilitone aus dem gleichen Fachbereich hat seine Diplomarbeit zur gleichen Zeit geschrieben und kurz nach mir abgegeben. Seine Arbeit wurde disqualifiziert, weil er an drei Stellen nicht den Regeln entsprechend zitiert hatte. Drei kurze Stellen in einer ansonsten makellosen Arbeit! Die Konsequenz war bitter: Ein Semester dranhängen, ein neues Thema suchen und eine komplett neue Diplomarbeit zu Papier bringen. Aber der Professor ließ nicht mit sich reden. Regel ist Regel. Da gab es kein vertun. 

19 März 2012

Gedanke für Zwischendurch

By | 2017-09-11T14:03:12+00:00 März. 19th. 2012|Persönliches und Sonstiges|

Frühlingsgefühle – für die kleine Pause zwischendurch

Superfrühlingswetter heute Vormittag, die Sonne leuchtet mein Büro aus, die Tür zum Balkon steht das erste Mal in diesem Jahr weit offen. Gegenüber im Park beginnt zartes Grün zu sprießen. Das hebt meine Laune und bringt frischen Schwung in die Arbeit.

Andererseits, wenn ich mich im Büro umsehe, dann fährt die Sonne mit ihren Strahlenfingern über die mit Winterstaub bedeckten Regale. Plötzlich stört mich der Stapel ausrangierter Bücher, der seit Wochen in der Ecke türmt. Und warum habe ich den  ausrangierten Drucker samt Kabelsalat immer noch oben auf dem Schrank stehen? Das geht so nicht weiter. Es wird höchste Zeit für einen befreienden Frühjahrsputz….

13 September 2011

Erinnerungen eines Konzeptioners

By | 2017-09-11T14:22:14+00:00 September. 13th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Wie alles anfing: Handy-Premiere auf der IFA 1991

Gerade ist die Internationale Funkausstellung zu Ende gegangen und ich bin wieder Mal nicht hingegangen. Dabei fällt mir ein, es ist genau 20 Jahre her, dass ich fast jeden Messetag auf der IFA 1991 zugegen war, weil ich damals die Präsentation der Deutschen Telekom konzeptionell mitgestaltet habe.

Rückblickend blieb die Telekom-Präsentation das einzige Mal, dass eines meiner Konzepte so was wie visionäre Kraft entwickelte. Aber der Visionär hat es bekanntlich schwer.

Ich hatte ein Konzept für die Präsentation von D1-Mobilfunk geschrieben. Auf der IFA war einer der ersten Auftritte von D1 in der Öffentlichkeit. Zu dieser Zeit lief das D-Netz noch nicht und mobil telefonieren konnte man nur über das sündhaft teure C-Netz. Pager galten als topmodern und die Telekom plante unter dem Markennamen „birdie“ Telefonzellen mit kleinen Sendern auszustatten, so dass man mit einem geeigneten Telefon nicht nur in, sondern auch vor der Zelle telefonieren konnte.

Die Telekom war eigentlich gar nicht so scharf darauf, sich mit D1 auf der IFA zu präsentieren, aber da Mannesmann D2 einen riesen Bühnenshow inszenieren wollte, konnte D1 nicht zurückstehen. An eine Show in der für die Präsentation vorgesehene Halle 1 war nicht zu denken, denn die Halle war frisch renoviert und stand unter Denkmalsschutz. Also musste ich mir was anderes einfallen lassen, um aufzufallen. Es wurden ein paar Studentinnen und Studenten mit schauspielerischen Ambitionen angeheuert und denen hat die Telekom dann jeder ein Handy in die Hand gedrückt. Da hatte man anno 1991 noch richtig was in der Hand. Speziell der schwarze „Knochen“ von Motorola wirkte wie ein Brikett zum Telefonieren. Ich hatte mir einfallen lassen, dass die Studenten einzeln durch die Hallen der IFA schlendern, immer mal wieder stehen bleiben, das Handy ans Ohr halten und laut und vernehmlich zu telefonieren anfangen. So etwa in dem Stil wie: „Hallo, Mama, nein, nein, keinesfalls, ich kann nicht zum Abendessen daheim sein, tut mir leid, das ist beim besten Willen nicht zu schaffen….“ oder: „Was du nicht sagst, habe ich gesagt. Und stelle dir vor, was er daraufhin gesagt hat. Unmöglich! Man kann das gar nicht laut sagen…“ – Es gab ein paar Grundregeln für die Gesprächsführung, aber ansonsten konnte jeder Mobiltelefonierer seinen imaginären Telefonaten freien Lauf lassen und so tun, als ob. Und was soll ich sagen, fast jeder Messebesucher blieb stehen und drehte sich nach diesen geschwätzigen Leuten mit den schwarzen Briketts am Ohr um.

Gleich am zweiten Messetag gab es  jedoch eine böse Überraschung. Die meinungsführende Tageszeitung der Stadt hatte meine Mobilfunkinszenierung aufs Korn genommen und war darüber hergezogen. Dass diese redseligen imaginären Telefonate in aller IFA-Öffentlichkeit  eine Belästigung und völlig neben der Realität seien.  So würde kein vernünftiger Mensch je Mobilfunk nutzen. In Wirklichkeit versuche sich die Telekom mit dieser Aktion nur penetrant in den Vordergrund zu spielen.

Ich war nicht mit dabei, aber ich habe mir sagen lassen, dass sich daraufhin die Verantwortlichen der Telekom noch am gleichen Vormittag zu einer Krisensitzung getroffen und entschieden haben, meinem Telefonspuk ein abruptes Ende zu setzen.  Die Studenten wurden nach Hause geschickt und damit hatte die liebe Seele Ruh…

29 August 2011

Vorsprung mit Konzept

By | 2017-09-11T14:23:54+00:00 August. 29th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Neues Konzeptionsbuch: Klaus Schmidbauer im Interview

Konzeptionsbuch

Da es ja doch rauskommt, gestehe ich besser gleich zu Anfang: das nachfolgende Exklusivinterview habe ich mit mir selbst geführt. Es ist quasi ein Zwiegespräch von „Ich + Ich“ oder „Klaus & Klaus“. Ich führte das Gespräch, weil in den letzten Tagen diverse Mails bei mir eintrafen, die alle wissen wollten, was es denn mit meinem neuen Buch „Vorsprung mit Konzept“ auf sich hat. Hier sind die häufigsten Fragen und Antworten:

Heute wird fast jede Neuveröffentlichung als sensationell bezeichnet. Darunter macht es keiner mehr. Lieber Klaus, bringe auf den Punkt, was das Sensationelle an deinem neuen Buch ist?

Nichts einfacher als das! Vorsprung mit Konzept ist ein sensationelles Enthüllungsbuch und grenzt an Geheimnisverrat! Nein, im Ernst – in fast 25 Jahren als Konzeptioner für Unternehmens- und Marketingkommunikation habe ich einen reichen Erfahrungsschatz angesammelt und im neuen Konzeptionsbuch lasse ich mir in die persönliche Erfahrungsschatztruhe schauen und lege alles offen. Ich decke meine Konzeptionergeheimnisse auf und verrate all die  kleinen Kniffs, die mir im Ernstfall auf die Sprünge helfen.

Wie entstehen deine Konzepte? Wie sieht besagter Ernstfall aus?

Die Mehrzahl meiner Konzepte entsteht live in Workshops zusammen mit meinen Auftraggebern. Dort arbeite ich oft mit Leuten, die auf dem Terrain von Kommunikation und Konzeption alles andere als trittsicher sind. Mir bleiben ein oder zwei Tage Zeit und dann muss ein einsatztaugliches Konzept stehen – komme, was da wolle. Du kannst dir vorstellen, dass ich aufgrund dieser Frontsituation schnell gelernt habe, die konzeptionelle Arbeit auf Kurs zu halten. Ich setze nur Regeln und Methoden ein, die tadellos funktionieren – und diese überlebenswichtigen Erfahrungswerte sind die tragenden Pfeiler meines neuen Buches.

Wie neu und revolutionär ist „Vorsprung mit Konzept“?

Revolutionär? I wo! Das Konzeptionsbuch bleibt auf dem Boden der geordneten Konzeption und entwickelt  die gängigen Regeln und Methoden evolutionär weiter. Ich habe jahrelang geschraubt und gefeilt, bis der konzeptionelle Motor wie geschmiert lief. Im Buch zeige ich für jedes Rädchen im konzeptionellen Getriebe, wie es funktioniert und wie es mit den anderen zusammenwirkt.

Kannst du ein Beispiel nennen?

Nimm die Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken- kurz: SWOT-Analyse. Damit baut man zu Beginn der konzeptionellen Arbeit ein übersichtliches Lagebild: Schaut her, so stehen wir da!  Mein Buch bleibt dran und macht anschaulich, wie sich im anschließenden strategischen Teil viele maßgebliche Koordinaten direkt aus den Faktoren der SWOT-Analyse ableiten lassen. 

Was unterscheidet das neue Buch von deinem vor einigen Jahren erschienenen Klassiker „Das Kommunikationskonzept“?

Einerseits stecken im neuen Buch acht weitere Jahre an Erfahrung. Andererseits  sehe ich „Das Konzeptionskonzept“ als grundlegendes Handbuch, das den gesamten Horizont des Kommunikationskonzepts ableuchtet und alle gängigen Methoden ausführlich darstellt, während ich  „Vorsprung mit Konzept“ als kompakte Gebrauchsanweisung geschrieben habe, die den Leser zielsicher auf die Spur guter Konzeptionsarbeit bringen soll.

Bei wem siehst du Bedarf für eine solche Gebrauchsanweisung?

Die Mechanismen moderner Unternehmens- und Marketingkommunikation sind verflucht komplex geworden. Immer mehr Unternehmen spüren, dass sie ohne klare Linienführung in der Kommunikation nicht ans Ziel kommen. Ihnen will das Buch praktische Hilfestellung geben. Und es spricht nicht nur Wirtschaftsunternehmen an, sondern auch soziale, humanitäre, kulturelle, sportliche und wissenschaftliche Organisationen aller Art. Seit Neuestem fragen sogar Schulen bei mir an und melden konzeptionellen Bedarf an.

Dein Buch will dem Konzept also zum großen Durchbruch verhelfen?

Seit einem Vierteljahrhundert kämpfe ich gegen das nicht totzukriegende Vorurteil, dass Konzeptentwicklung schwierig ist. Viele schrecken davor zurück und fühlen sich überfordert. Mein Buch will Mut zum Konzept machen. Konzeption ist nicht schwierig, sie wird nur schwierig gemacht. Mit einem kleinen Werkzeugkasten an methodischen Instrumenten und ein wenig Übung lassen sich die meisten Kommunikationsaufgaben in kurzer Zeit in Griff bekommen.

In kurzer Zeit? Untertreibst du da nicht. Ich höre immer von Leuten, die sich wochen- und monatelang mit ihren Konzepten abmühen.

Zu viel Arbeits- und Zeitaufwand bekommt keinem Konzept, es verfettet und verliert seine Wendigkeit. Ein gutes Konzept ist ein schlankes Konzept und braucht wenig Entwicklungszeit. So wie ich es im Buch beschreibe, reichen in einfachen Fällen schon ein, in komplexen Fällen zwei Tage bis der erste große Entwurf steht und alle erkennen, wo es langgeht.  Wer länger braucht, der hüte sich vor ungesundem Übergewicht. In diesem Sinne ist mein Buch durchaus als Schlankheitsbuch zu verstehen.

Anfangs gab es Lieferschwierigkeiten, hat  „Vorsprung mit Konzept“ inzwischen den Sprung in den Handel geschafft?

Die Startprobleme scheinen überwunden. Seit gut zwei Wochen kann man das Buch im Internet oder im Buchladen um die Ecke bestellen.

 

26 August 2011

7 Jahre Konzeptionerblog

By | 2017-09-13T14:46:28+00:00 August. 26th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Konzeptionerblog: Das verflixte 7. Jahr

War da was?  Heute morgen dachte ich über meinen nächsten Blogeintrag nach und da fiel mir plötzlich ein,  dass mein Konzeptionerblog vor ein paar Wochen ins siebte Lebensjahr eingestiegen ist. Im schnelllebigem Netz ist das ja fast schon ein biblisches Alter. 

Himmel, wie die Zeit vergeht, ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Eintrag. Inzwischen sind es hunderte. Die Besucherzahl stieg von Jahr zu Jahr, hat aber nie schwindelnde Höhen erreicht. Das Konzeptionerblog ist und bleibt ein sehr spezielles Weblog – lesenswert nur für Leute, die sich für die konzeptionellen Seiten der Unternehmens- und Marketingkommunikation interessieren.

Auch  wenn nach landläufiger Meinung das 7. Jahr ein kritisches, krisengefährdetes Jahr für jede Beziehung  ist, blicke ich optimistisch nach vorne. Das Blog und ich, wir bleiben uns treu und machen weiter….

19 August 2011

Führmann & Schmidbauer legen nach

By | 2017-09-13T14:47:35+00:00 August. 19th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Neuauflage des Buches „Wie kommt System in die interne Kommunikation?“ erschienen

Vor zweieinhalb Jahren veröffentlichten Ulrike Führmann und ich unseren Wegweiser für die Praxis der Mitarbeiterkommunikation. Der Titel war und ist Programm: Wie kommt System in die interne Kommunikation? Uns ging gehörig auf den Nerv, dass die interne Kommunikation in vielen Unternehmen hauptsächlich von taktischen Erwägungen getrieben wird und nur selten eine klare Systematik hat. Unser Buch sollte endlich Abhilfe schaffen. Die Resonanz der Leser und der Medien war überaus positiv, der Verkauf auch. Bis eines schönen Tages im Frühjahr 2010 unser Verlag das Zeitliche segnete und das Buch im schwarzen Loch der Konkursmasse verschwand. Fast ein Jahr war es nicht mehr lieferbar.

In jeder Krise liegt eine Chance, verkündet ein kluger Spruch und deshalb haben wir uns nicht nur einen neuen Verlag gesucht, sondern gleich auch das komplette Werk noch einmal gründlich aufgefrischt.

Viele Leser hatten uns Anregungen gegeben, einige führten unser System in ihre Praxis ein und berichteten von ihren Erfahrungen. Und da es – um noch einmal einen klugen Spruch zu bemühen – nichts gibt, was man nicht noch besser machen könnte, nahmen wir die Anregungen auf und unterzogen unseren Wegweiser für die Praxis einem gewissenhaften  „Tuning“. Der Text wurde Seite für Seite feinjustiert, insgesamt sind fast 40 Seiten neu hinzugekommen und zum Schluss hat der Verlag dem Buch sogar noch ein neues Layout spendiert.

Seit einigen Tagen ist die 2.  aktualisierte Auflage von „Wie kommt System in die interne Kommunikation?“ im gutsortierten Buchhandel und im Internet lieferbar. Wer mehr wissen will, der kann hier nachlesen und bestellen. 

29 Juli 2011

Verstand versus Autopilot

By | 2017-09-13T14:50:05+00:00 Juli. 29th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Konfrontation im Kopf: Verstand versus Autopilot

Der Löwe ist los, will sagen, das neue Betriebssystem „Lion“ für meinen Mac ist da. Neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich es gleich hochgeladen und installiert.

Als ersten Praxiseinsatz  musste ich letzten Sonntag einen längeren Text verfassen und kam gleich mächtig ins Schleudern. Das Betriebssystem in meinem Kopf konnte oder wollte sich einfach nicht auf das neue Betriebssystem meines Computers einstellen. Gestolpert bin ich über eine simple Sache. Will man  einen Bildausschnitt mit dem Mausrad nach oben bewegen, muss man bei Mac Lion mit dem Finger nicht mehr ziehen, sondern schieben. Das sogenannte „Scrollen“ läuft also ab sofort genau andersherum. Kein Problem, dachte ich mir, aber ich hatte die Rechnung ohne den Autopiloten in meinem Kopf gemacht. Mein Verstand sagte Schieben, doch mein Autopilot  blieb stur und zog. Ständig landete ich an falschen Textstellen. Einige Male verhedderte ich mich so gründlich zwischen Ziehen und Schieben, Auf und Ab, dass ich nicht mehr wusste, wo genau  ich mich im Text befand, die Orientierung war flöten. Es stellte sich heraus, dass mein Autopilot eindeutig in der stärkeren Position war, er ließ meinen Verstand immer wieder auflaufen und schickte mich in die Irre. Unter dem Strich kostete mich dieser Widerstreit gewaltig Zeit und Nerven, der Sonntag war hin. Dennoch gebe ich nicht auf, denn in einigen Tagen hat sich auch der Autopilot umgestellt, und bis dahin werde ich weiter kämpfen.

Man darf sie wirklich nicht unterschätzen, die Autopiloten in unseren Oberstübchen. Sie entlasten uns von lästigen Routinen und steuern einen großen Teil unser täglichen Handlungen und Entscheidungen. Nicht unser sogenannter „freier Wille“ führt uns durchs Alltagsleben, sondern unbewusst ablaufende, automatisierte Prozesse. 

23 Juni 2011

Fachbuch neu aufgelegt

By | 2017-09-13T14:57:03+00:00 Juni. 23rd. 2011|Branche und Business, Persönliches und Sonstiges|

Oldie but Goodie: „Werbekonzeption und Briefing“

Okay, okay, es ist ja richtig, dass dieses Werk schon zehn Jahre auf dem Buchrücken hat. Dennoch zeigen diverse Spuren auf meinem Exemplar, dass ich es rege genutzt habe und auch heute noch ab und zu aus dem Regal ziehe. Es gibt bis dato einfach nichts Besseres – und zudem ist es bei Amazon immer noch lieferbar.

In der Werbebranche liefen Konzeption und Strategie lange Zeit auf Schmalspur. In vielen Agenturen wurden zuerst die großen Ideen kreiert, im Nachklapp war es dann die undankbare Aufgabe der Konzeption die Ideen rational zu verpacken. Mit dem Einzug der integrierten Kommunikation stellten die Werber jedoch immer häufiger fest, dass sie zu kurz griffen, wenn sie das Pferd von hinten aufzäumten. Da war es ein echter Fortschritt, als „Werbekonzeption und Briefing“ herauskam. Denn das Buch zeigte erstmals anschaulich und gründlich auf, wie man einem Werbekonzept ein solides strategisches Rückgrat einzieht. Alle Schritte des Konzepts  – vom Briefing bis zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle – wurden nachvollziehbar und praxisecht beschrieben. Gute konzeptionelle Werbung ist eben weit mehr als nur „Consumer Benefit“, „Reason Why“ und „Tonality“.

Zwar hat sich die Werbewelt zwischenzeitlich komplett gedreht und ist bedeutend komplexer geworden, aber leider ist von der Werbekonzeptionsfront seit Jahren nix Neues zu hören – zumindest nicht in Buchform. Zum Abschluss geht deshalb mein Ruf hinaus in den virtuellen Äther: Hey Leute, wacht auf, wann kommt endlich eine gründlich überarbeitete und aktualisierte Neuauflage. Oder wie wäre es mit einem komplett neuen Buch zum Thema Werbekonzeption. Höchste Zeit wäre es.

26 Mai 2011

Mein neues Konzeptionsbuch

By | 2017-09-13T14:59:34+00:00 Mai. 26th. 2011|Persönliches und Sonstiges|

Mein neues Buch: Vorsprung mit Konzept!

Konzeptionsbuch

Im letzten Herbst und Winter habe ich fast alle Wochen-enden geopfert, sogar Weihnachten und Neujahr saß ich zum Leidwesen der Familie am Schreibtisch. Warum?  Was hat mich getrieben? Ich habe an meinem neuen Buch „Vorsprung mit Konzept“ gearbeitet. Letzte Woche kam es endlich vom Drucker und ist ab sofort lieferbar.

Bevor ich letztes Jahr mit dem Schreiben anfing, legte ich für mein Buchprojekt eine einfache Positionierung fest. Sie bestand nur aus zwei Worten: „praxisfester Navigator“. Während des Schreibens hatte ich diese Position ständig vor Augen. Von der Einleitung bis zum Anhang habe ich alles daran ausgerichtet.

Ich hasse Konzepte mit sieben Siegeln. Es gibt viel zu viele davon. Mit dem neuen Buch will ich eine Gegenbewegung in Gang setzen und Konzepte einfach machbar machen. Jeder, der in der Kommunikationsbranche arbeitet oder in die Branche einsteigen will, soll mit überschaubarem Zeitaufwand und ohne großen Etat im Rücken ein standfestes Konzept für die moderne Unternehmens- und Marketingkommunikation entwickeln können. „Vorsprung mit Konzept“ führt ihn Schritt für Schritt auf den richtigen Weg.

  • Vorsprung mit Konzept – Erfolgreiche Konzepte für die Unternehmens- und Marketingkommunikation entwickeln
    • Klaus Schmidbauer
    • Verlag: Talpa-Verlag Berlin
    •  Veröffentlicht: Mai 2011
    • Umfang: 178 Seiten, broschiert
    • Preis: 24,80 Euro
    • ISBN: 978-3-933689-08-5