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Konzept und Plan

By |2018-09-08T08:59:25+00:00September. 8th. 2018|Instrumente und Maßnahmen|

Kommen Konzept und Plan aufs Gleiche raus?

Zwei in einem Topf

Im täglichen Sprachgebrauch werden Konzept und Plan ständig synonym verwendet. Bei beiden geht es irgendwie darum, erst zu denken und dann zu handeln. Mal eben so dahingesagt, geht die Gleichsetzung in Ordnung, aber genauer hingeschaut, sind wesentliche Unterschiede festzustellen.

In der Kommunikationsbranche arbeiten Konzept und Plan zwar Hand in Hand, haben aber andere Aufgaben – ähnlich wie Architekt und Bauingenieur. Zuerst kommt das Konzept, es skizziert das Denkgebäude. Anschließend folgt der Plan als konkrete Beschreibung zur Realisierung des Denkgebäudes.

Ein Konzept entwirft

Prinzipiell steht das Kommunikationskonzept für die Denke, es analysiert, legt die strategischen Linien fest, entwickelt kreative Ideen und skizziert die praktische Umsetzung in groben Zügen. Mittel und Maßnahmen werden angerissen, aber nicht ausgefeilt. Das Konzept geht nicht auf operative Details ein, das ist nicht seine Aufgabe.

Ein Plan konkretisiert

Hingegen hat ein Kommunikationsplan wenig Sinn für Analyse, Strategie und Kreation. Weitblick ist nicht seine Sache, der Plan schaut genau hin. Er nimmt die Skizze des Konzepts, konkretisiert die Umrisse und konzentriert sich dabei auf die praktische Umsetzung. Themen und Maßnahmen werden gründlich geplant, durch Erfolgskontrolle ergänzt, in einen Zeitplan integriert und mit einem Kostenplan unterlegt. Später wird die Schrittfolge des Plans möglichst Punkt für Punkt abgearbeitet.

Konzept nicht zum Plan machen

Ein Kommunikationskonzept sollte im operativen Teil nicht so genau ausgeführt werden, dass es zum Plan wird, denn damit wird es angreifbar. Es ist einfach zu früh, um Details trittsicher zu bestimmen. Nehmen wir an, das Konzept schlägt vor, im Unternehmen ABC ein Social Intranet einzurichten. Das Konzept definiert die Funktion innerhalb der internen Kommunikation und macht den Einsatz an einem Beispiel anschaulich. So weit, so gut. Sobald das Konzept jedoch ins Detail geht, die spezielle Social Intranet-App XYZ vorschlägt und deren Implementierung beschreibt, steigt das Risiko einer Bauchlandung.

Man stelle sich vor, es käme zu folgender Reaktion im Unternehmen: „XYZ haben wir letztes Jahr getestet. Der totale Flop! Nie wieder!“ Damit ist die App abgeschossen; was aber nicht das Hauptproblem für das Konzept darstellt, vielmehr strahlt die operative Fehleinschätzung negativ auf die strategische Ebene ab. Die gesamte Architektur des Konzepts kann durch handwerkliche Schwächen in Schieflage geraten.

Bildmontage unter Verwendung von Fotos squarespace und rawpixel auf pixabay.com