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Falsche Fehlerkultur

By |2018-07-02T13:19:19+00:00Februar. 13th. 2018|Instrumente und Maßnahmen|

Herdplatten-Reflex in der Maßnahmenplanung

Vorverurteilung

Wenn ich in Gesprächen mit Kunden eine neue Kommunikations-maßnahme vorschlage, höre ich eine Aussage immer wieder: „Haben wir schon gemacht. Hat nicht funktioniert.“ –  Soll heißen, die Maßnahme kommt nicht in Frage. Ich frage trotzdem nach und versuche, dem Scheitern auf den Grund zu gehen. In  vielen Fällen ist meine Erkenntnis, dass nicht das Was (die Maßnahme), sondern das Wie (die Art und Weise der Durchführung) für das Scheitern ursächlich war. Die Maßnahme an sich hätte gepasst, aber in der Realisierung wurden Fehler gemacht.

Ein fataler Reflex

Ich nenne es den Herdplatten-Reflex. Die Maßnahme ist schiefgegangen und die Verantwortlichen haben sich die Finger verbrannt. Und damit ist die Maßnahme für sie auf lange Zeit hinaus verbrannt. Die Beteiligten haben vermeintlich dazugelernt und werden nie wieder auf die heiße Herdplatte fassen.

Ursachen erforschen

Will man erfolgreiche Kommunikationsarbeit machen, dann muss man dem Herdplattenreflex widerstehen. Es ist vielmehr eine gründliche und ehrliche Fehleranalyse erforderlich. Es gilt, die eigentlichen Ursachen für das Scheitern aufzudecken und die richtigen Schlüsse zu ziehen. So gelingt es oft, in Ungnade gefallene Maßnahmen wieder zu rehabilitieren.

Fehler als Chance sehen

Hinzu kommt, das gute Kommunikation davon lebt, dass man neue Maßnahmen ins Spiel bringt. Neue Maßnahmen sind jedoch mit Risiken verbunden. Die Fehlerzahl steigt fast immer an und allgemeine Unruhe entsteht. War das die richtige Maßnahmenentscheidung? Das Kommunikationsteam darf hier nicht zu früh aufgeben, sollte an die Maßnahme glauben und für sie ausdauernd kämpfen. Wer Kommunikation konzipiert und realisiert, darf keine Angst vor Fehlern haben.