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Vorkonzept als Vorhut

By |2018-07-02T12:18:25+00:00Dezember. 6th. 2017|Strategie und Planung|

Ein Vorkonzept bringt mehr Sicherheit

 Was bringt´s?

Das Vorkonzept ist ein etabliertes Instrument der strategischen Kommunikationsplanung. Es wird dem eigentlichen Konzept vorgeschaltet, versteht sich als erster Vorschlag und gibt eine grobe Orientierung. Kein großer Aufwand! Ein Vorkonzept konzentriert sich auf wenige Seiten in Präsentations- oder Textform und ist in wenigen Minuten vorgestellt.

 

 Warum einsetzen?

In der Mehrzahl der Fälle nehmen die Beteiligten gleich das komplette Konzept in Angriff. Nur in bestimmten Situationen macht ein Vorkonzept Sinn:

  • Das eigentliche Konzept ist weitreichend und umfangreich, wie beispielsweise ein Masterplan oder ein aufwändiges Kampagnenkonzept. Um eine hohe Planungssicherheit zu erreichen, lohnt es sich, vorher die konzeptionellen Konturen zu skizzieren und abzustimmen.
  • Der Auftraggeber diskutiert Problem und Aufgabe des Kommunikationskonzepts kontrovers. Weil man sich nicht einig ist, dient das Vorkonzept der Sondierung und Konsensbildung, bevor es in die Details geht.
  • Das Konzeptthema ist kompliziert und das Konzeptionsteam sitzt thematisch nicht fest im Sattel. Bevor das ausführliche Konzept das Thema verfehlt, so das viel Arbeit umsonst ist, wird durch den Abstimmungsprozess die nötige Sicherheit geschaffen.
  • Das vorlaufende Konzept dient als Akquisitionshilfe. Eine Kommunikationsagentur will ins Geschäft kommen und bietet einem potentiellen Auftraggeber das Konzept „für lau“ an. Die Skizze versteht sich als Leistungsbeweis und soll Vertrauen schaffen. Am Ende soll ein Auftrag für das große Konzept stehen.

 Wie entwickeln?

Im Gegensatz zum ausführlichen Konzept geht das Vorkonzept nicht ins Detail oder in die Tiefe. Die maßgeblichen konstruktiven Merkmale der Kommunikation werden als Konturen skizziert. Außerdem ist es im Vorkonzept üblich, keine fertigen Lösungen anzubieten, sondern Varianten zur Diskussion zu stellen. Da stellt das Konzeptionsteam zum Beispiel abweichende Umfeldszenarios, unterschiedliche Positionierungen oder alternative Maßnahmensysteme nebeneinander.

Und bisweilen ist nach den Arbeiten am Vorkonzept auch schon wieder Schluss. Das Hauptkonzept kommt nicht mehr zustande, denn der Auftraggeber hat es sich aufgrund der Vorüberlegungen anders überlegt.