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Problem Präsentationstechnik

Der Fluch der Präsentationstechnik

 

Präsentation mit Hindernissen

Letzte Woche war ich als Zuschauer zu einer Konzeptpräsentation eingeladen. Das Konzept war top, aber der Einsatz der Technik wies Mängel auf. Die Agentur hängte ihr Notebook an den vorhandenen Beamer und stieg nach einer kurzen Vorstellungsrunde in die Präsentation ein. Keine übliche PowerPoint, sondern eine flotte Prezi! Nur leider waren Beamer und Projektionsleinwand auf 4:3-Format und die Prezi-Präsentation auf 16:9 eingestellt, so dass bei vielen Präsentationsschritten Bild oder Text links oder rechts aus der Leinwand liefen. Damit nicht genug! Mitten im Vortrag war die Projektion plötzlich dunkel und die Präsentation musste für eine Fehlersuche unterbrochen werden. Es stellte sich heraus, dass der VGA-Stecker im Beamer nicht eingeschraubt war und locker saß. Hastig wurde der Fehler behoben und es konnte weitergehen. In der Eile hatte man allerdings den Stecker nicht gleichmäßig eingeschraubt, so dass plötzlich zur Freude aller Zuschauer ein mysteriöses Phantombild, das Darth Vader ähnelte, in der Projektion auftauchte.

Ein Höhepunkt der Präsentation waren die O-Töne von Repräsentanten der Zielgruppe. Tolle Idee, nur dass das Agenturteam vorher zwar den Lautsprecher angeschlossen, aber den Ton nicht überprüft hatte. Der Ton rann dünn und leise aus dem Beamer, nicht aus dem Lautsprecher. Ich saß hinten in der letzten Reihe und habe von den Statements nichts gehört.

 

Einsatzregeln für die Präsentationstechnik

Eine Konzeptpräsentation darf keinesfalls durch technische Probleme gefährdet werden. Aus dem Grund sind für jede Präsentation folgende Regeln unbedingt zu beachten:

  • Du checkst vorher Raum und Technik ab – Soweit möglich, versuchst du Raum und Technik bereits beim Briefinggespräch zu inspizieren und Schwachstellen zu erkennen. Ist das nicht möglich, dann fragst du vorher nach. Zum Beispiel: Hat der Beamer einen HDMI-Anschluss? Welche Auflösung? Wo steht der Beamer?
  • Du bringst alles mit – Oft hörst du vom Auftraggeber: „Ein USB-Stick mit Ihrer Präsentation genügt. Sie brauchen nichts mitzubringen, wir haben alles da!“ Das ist gut gemeint, aber verlasse dich nicht darauf. Es ist sicherer, du hast bis auf den Beamer alles in der Tasche und nutzt deine Technik. Zum Beispiel: Notebook, Kabel, Adapter, Presenter-Stick, Lautsprecher.
  • Du hast Deine Technik im Griff – Du kennst deine Technik und kannst sie sicher einsetzen, denn es wirkt nicht souverän, wenn du vor oder während der Präsentation über die eigene Technik stolperst. Zum Beispiel: Wenn Beamer und Notebook nicht miteinander wollen, dann ist dir klar, wie das Problem anzugehen ist. Du kennst deinen Presenter-Stick und weißt, was zu tun ist, wenn das Akku-Warnlicht aufleuchtet. Du blickst bei deinem Lautsprecher durch und kannst ihn sofort aufwecken, wenn er während der Präsentation in den Standby-Modus versinkt.
  • Du prüfst vorher die Technik – Direkt vor jeder Präsentation machst du – wie ein Pilot vor jedem Flug ­– einen Sicherheitscheck. Zum Beispiel: Sind die Kabelverbindungen fest? Stimmt das Projektionsformat? Verschluckt oder verfremdet der Beamer die Farben? Ist der Ton zu hören?
  • Du beseitigst Handicaps – Zur Präsentation nimmst du technische Widrigkeiten nicht hin, sondern schaffst dir bestmögliche technische Voraussetzungen. Zum Beispiel: Der Beamer hat zwar HDMI, aber es hängt ein VGA-Kabel dran: Du hast ein HDMI-Kabel dabei und tauscht aus. Der Beamer projiziert ein schiefes Bild: Du nutzt den Trapez-Ausgleich der Beamer-Fernbedienung, um das Bild gerade zu rücken. Der Beamer steht zu nahe an der Wand, so dass deine Projektion ausgesprochen bescheiden wirkt: Du schiebst den Beamer über den Konferenztisch, so lange bis das Bild die optimale Größe hat.
By | 2017-10-16T08:07:30+00:00 Oktober. 16th. 2017|Pitch und Präsentation|