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Kommunikationsstrategie

Von Stakeholdern, Zielgruppen und Dialoggruppen

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Alles beginnt mit den Stakeholdern. Alle Personen und Gruppen, die Einfluss auf das Unternehmen nehmen oder nehmen können, sind Stakeholder. Dabei muss das gesamte Beziehungsgeflecht, in das ein Unternehmen eingebettet ist, erfasst werden. Die Kommunikation behält alle Stakeholder im Blick, spricht aber nicht alle an.

Alle Personen und Gruppen, die zukünftig aus dem Kreis der Stakeholder gezielt angesprochen werden, sind Zielgruppen. Die Bestimmung der relevanten Zielgruppen ist eine strategische Absichtserklärung. An genau die Leute will man ran, ob man sie tatsächlich erreicht und bewegt, steht auf einem anderen Blatt.

Vor zwanzig Jahren begannen einige Kommunikationsleute auf einmal nicht mehr von Zielgruppen, sondern von Dialoggruppen zu reden. Einseitige Kommunikation ist von gestern, hieß es, die Zukunft gehört dem Dialog. Dagegen ist nichts einzuwenden, nur begegnen mir seitdem laufend Konzepte, die zwar über dem entsprechenden Strategieschritt groß „Dialoggruppen“ stehen haben, wenn ich aber ins Kapitel „Maßnahmen“ weiterblättere, dann findet dort kein ernsthafter Dialog statt. „Dialoggruppen“ entpuppt sich als Etikettenschwindel.

Aus diesem Grund gehe ich mit der Einordung als Dialoggruppe in meinen Konzepten zurückhaltend um. Innerhalb der Zielgruppenstruktur gibt es bestimmte ausgewählte Segmente, mit denen soll ein nachhaltiger Dialog geführt werden. Nur diese Segmente bezeichne ich als Dialoggruppen, und im anschließenden Maßnahmenteil arbeite ich systematisch an Kanälen und Instrumenten für den Dialog. Die Dialoggruppen sind in meinen Konzepten folglich nur eine exponierte Teilmenge der Zielgruppen.

By | 2017-04-14T10:29:38+00:00 Juni. 27th. 2016|Strategie und Planung|