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Zeitaufwand für eine Konzeption

Konzeptionelle Eile mit Weile

Bremse

„Das Imageproblem drängt. Nächste Woche ist Vorstandssitzung. Da will ich die neue Imagekampagne unbedingt vorstellen und verabschieden. Halten Sie sich dran!“ Manche Auftraggeber haben es erstaunlich eilig. Es wird auf der Management- und Entscheider-Ebene ein kurzsichtiger Zugzwang erzeugt – und ich haste mit der konzeptionellen Entwicklung hinterher. Eigentlich wäre es kein Problem, das Konzept erst bei der nächsten oder übernächsten Vorstandssitzung vorzustellen.

Sofern es um ein überschaubares operatives Kommunikationskonzept geht – zum Beispiel für die nächste Händler-Roadshow –, kann ich mit diesem Tempo gut leben. Rasant gefährlich wird es allerdings, wenn ich große strategische Konzepte mit hoher Bedeutung – zum Beispiel eine Imagekampagne – in Hochgeschwindigkeit durchziehe. Es kann nicht gründlich analysiert werden, die Strategie basiert auf Vermutungen, die kreativen Ideen werden mit der heißen Nadel gestrickt und die Umsetzung ist nicht auf ihre Machbarkeit hin überprüft. Alles in allem leidet die Qualität. Größere Kommunikationskonzepte brauchen einfach eine gewisse Reifezeit. Bekommen Sie diese Zeit nicht, dann steigt das Risiko, dass sie unausgegoren und kraftlos bleiben.

Welche Reifezeiten sind zu empfehlen? Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ein operatives Handlungskonzept für Einzelmaßnahmen oder kleinere Aktionen in 2 – 3 Wochen machbar ist. Strategische Kommunikations-konzepte für Kampagnen oder wichtige Projekte brauchen dagegen 2 – 3 Monate Entwicklungs- und Reifezeit.

Copyright Foto: bluedesign – fotolia.com

By | 2017-04-14T10:47:26+00:00 Oktober. 23rd. 2015|Branche und Business|