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Bewertungen im Agenturwettbewerb

Wie viele Punkte im Pitch?

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In Wettbewerbspräsentationen – sogenannten „Pitches“ – treten mehrere Kommunikationsagenturen gegeneinander an. Die Beste soll gewinnen. Der Auftraggeber bewertet und wählt den Gewinner aus. Meist sind mehrere Personen in die Bewertung einbezogen: Führungskräfte, ausgewählte Mitarbeiter, bisweilen auch externe Experten. Sie bewerten anhand einer vorgegebenen Bewertungsliste, die aufgabenrelevante Kriterien definiert, für die jeweils Punkte vergeben werden. Die Agentur mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden, denn durch die Punktwertung wird das Ergebnis messbar und überprüfbar.

Neben mir liegt die Bewertungsliste eines laufenden Wettbewerbs für einen größeren PR- und Event-Auftrag. Sie besteht aus 32 – in Worten „zweiunddreißig“ – Kriterien, die alle einzeln bepunktet werden sollen. Kreativität, technische Qualifikation, konzeptionelle Stringenz usw. usw. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, gibt es für jeden dieser Kriterien noch einen Gewichtungsfaktor. Die armen Leute, die diese Liste gewissenhaft ausfüllen müssen!

Grundsätzlich gilt die Regel, dass quantitative Bewertungslisten in Wettbewerbspräsentationen einfach und übersichtlich zu gestalten sind. Statt Punkte für jede Kleinigkeit zu vergeben, sollte man sich auf die entscheidenden Kriterien konzentrieren. Manchmal reichen schon drei Kriterien, fünf sind eine normale Größenordnung, bei sieben ist die Grenze erreicht und 32 Kriterien sind der totale Overkill!

By | 2017-07-13T15:44:37+00:00 September. 11th. 2015|Pitch und Präsentation|