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Analyse in Aktion

Kleine Beobachtung öffnet große Perspektive

Ich entwickle Kommunikationskonzepte häufig in Workshops zusammen mit den Auftraggebern. Der erste große Schritt der gemeinsamen Konzeptionsarbeit ist die Analyse – meist in Form einer klassischen SWOT-Analyse. Beim Sammeln und Diskutieren der Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken fällt mir immer wieder auf, dass die Workshop-Teilnehmer sich sofort auf die allseits bekannte Faktoren stürzen und sich in der Gruppe ausführlich darüber austauschen. Jeder kennt sie und freut (Stärke, Chance) oder ärgert (Schwäche, Risiko) sich darüber und will Freude oder Ärger mit den anderen teilen. Dagegen kommen neue, überraschende Faktoren, die nur von einzelnen Workshop-Teilnehmern eingebracht werden, leider ständig zu kurz. Sie werden schnell als „wenig allgemeingültig“ zur Seite geschoben und in der weiteren Konzeption nicht weiter berücksichtigt.

Ich versuche in dieser Situation gegenzusteuern. Denn meine Erfahrung zeigt, dass gängige Mainstream-Faktoren zwar erfasst und kurz andiskutiert werden sollten – aber auch nicht mehr.

Dagegen lohnt es sich, an den ungewöhnlichen Beobachtungen einzelner Teilnehmer dran zu bleiben und sie gründlicher zu durchleuchten. Nicht selten entstehen gerade aus diesen Randfaktoren interessante Hebelpunkte für die anschließende Strategie. Sie helfen gewohnte Denkschablonen aufzubrechen und neue Sichtweisen ins Spiel zu bringen.

By | 2017-07-15T15:41:49+00:00 November. 25th. 2013|Briefing und Analyse|