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Typische Störfaktoren einer Konzeptpräsentation

Präsentation: Wehret den Widrigkeiten!

Die Inhalte des Kommunikationskonzepts kommen auf den Punkt, die dazugehörigen Powerpointfolien sind in Bestform. Eigentlich kann in der Präsentation nichts mehr schief gehen. Oder doch? Oft sind es kleine Widrigkeiten während der Präsentation, die das Gleichgewicht meines Vortrags stören, mir ungeahnte Schwierigkeiten bereiten und manchmal sogar mein Konzept in Absturzgefahr bringen.

Selten tauchen diese Widrigkeiten überraschend auf, fast immer kann man sie schon vor der Präsentation erkennen. Nur denkt man sich: Es wird schon irgendwie gehen! Und das war dann ein Denkfehler.

Ich habe es mir deshalb zur Regel gemacht, kurz vor der Präsentation möglichst alle Störfaktoren auszuschließen.   In drei anfälligen Bereichen sollte man besonders aufpassen:

Räumliche Störfaktoren – z. B.:

  • Neulich wollte mich der Kunde hinter den Beamer platzieren, wie früher beim Dia-Vortrag. Das geht gar nicht!  Der Standort des Präsentators ist vor dem Beamer gleich neben der Leinwand.
  • Ich komme in den Präsentationsraum und erkenne, dass zwischen mir und den Zuhörern mehrere Meter freier Raum, quasi „Niemandsland“ ist. Das darf ich als Präsentator nicht akzeptieren. Ich muss ran an meine Zuhörer.

Technische Störfaktoren – z. B.:

  • Der Kunde stellt seine Technik zu Verfügung und drückt mir seinen Infrarot-Presenterstick in die Hand. Vorsicht! Bei Infrarot-Sticks muss man gut zielen, sonst transportieren sie die Folien nicht weiter. Deshalb habe ich bei Präsentationen grundsätzlich meinen erprobten Funk-Stick dabei, der mich nie im Stich lässt.
  • Ich nehme mir vor, während der Präsentation einige Schlüsselbegriffe des Konzepts an die Flipchart zu schreiben. Pech gehabt, denn die beiden Eddings, die in der Flipchart-Rinne liegen, sind eingetrocknet. Deshalb immer dran denken: Will man die Charts nutzen, sollte man vorher Papier und Stifte checken und bei Mängeln um Abhilfe bitten.

Physische Störfaktoren – z. B.:

  • Alle in der Männerrunde behalten ihr Sakko an, obwohl es unangenehm warm im Sitzungssaal ist. Ich stehe vorne, das Adrenalin wogt und mein Kreislauf kommt auf Touren. Dennoch fehlt mir der Mut, mich als Einziger des Sakkos zu entledigen. So wird die Präsentation zum Saunagang. Ich fühle mich 45 Minuten unwohl. Alter Feigling! Runter mit dem Jackett, den obersten Knopf auf und wenn es hilft, die Ärmel hochgekrempelt. Man muss alles tun, um sich da vorne wohl zu fühlen.
  • Ich komme ans Präsentationspult. Nur ein vom Vorredner bereits angenipptes Glas Wasser steht da, ansonsten nichts zu trinken in Reichweite. Ich lege ohne los und bald holt mich der Frosch im Hals ein. Selber schuld!  Wer eine empfindliche Stimme hat, sollte stets nach einem frischen Glas Wasser fragen.
By | 2017-04-14T14:00:51+00:00 September. 28th. 2013|Pitch und Präsentation|