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Kluge Kommunikationskonzepte sind antiautoritär

Kluge Kommunikationskonzepte sind antiautoritär

Die Auftraggeber sind König. Was sie im Briefing vorgeben, das ist Befehl. Basta! So denkt manches Konzeptionsteam und entwickelt  ein Konzept ganz nach den Wünschen des Briefings.  Die Auftraggeber finden im Konzept alles haarklein wieder, was sie an großen und kleinen Vorgaben  im Briefinggespräch kundgegeben haben.  Nur was passiert, wenn falsche oder widersprüchliche Vorgaben das Konzept umzingeln, so dass kaum noch Gestaltungsspielraum für die Kommunikation bleibt?

Nein, kluge Konzepte müssen sich bisweilen in Ungehorsam üben. Sie nehmen die Briefingangaben nicht als Befehl, sondern befreien sich, entwickeln strategischen Weitblick, stellen das Gesagte auf den Prüfstand, beheben Fehler und beseitigten Widersprüche.  Kluge Konzepte sind strategisch und nicht opportunistisch ausgerichtet. Ihre Inhalte sind der Problemlösung und den Kommunikationszielen verpflichtet. Sie befreien aus Sackgassen und Umzingelungen und bringen die Kommunikation der Auftraggeber wieder auf einen geradlinigen Kurs. 

Allerdings darf man dabei eins nie vergessen: Wenn das Konzept aus guten Gründen vom vorgegebenen Kurs abweicht, dann müssen die Auftraggeber diese Gründe in einem Rebriefing frühzeitig erfahren . Wer die verantwortlichen Damen und Herren stattdessen erst mit einem fertig ausgearbeiteten Konzept vor vollendete Tatsachen stellt, der riskiert großen Ärger.

By | 2017-04-15T07:48:21+00:00 Oktober. 14th. 2012|Briefing und Analyse|