SWOT: Nur Tatsachen zählen

Ich will noch einmal auf die Tatsachen zurückkommen, die im untenstehenden Blogbeitrag gleich im ersten Absatz in die vier SWOT-Felder eingeordnet werden. Tatsächlich ist es konzeptionsentscheidend, dass in einer SWOT nur handfeste, überprüfbare Tatsachen erfasst werden. Auf Nachfrage muss ich in der Lage sein, jeden Faktor der SWOT mit plausiblen Argumenten unter Beweis zu stellen.

Das versteht sich von selbst? Das sagen Sie, aber ich habe da schon ganz andere Erfahrungen gemacht. In manchen Unternehmen wird die Analyse der Stärken und Schwächen, der Chancen und Risiken von der eigenen Sicht der Dinge geprägt. In der SWOT spiegelt sich wieder, wie das Unternehmen sich und seine Umwelt sehen will. Und diese Sichtweisen haben oft mehr mit Wunschtraum und Deutung des Managements als mit Tatsachen zu tun. So wird die SWOT zu einer im Sinne der offiziellen Unternehmenssicht konstruierten Wirklichkeit.

Die realen Folgen für die Konzeption sind fatal, denn die verzogene Konstruktion bringt die Analyse in Schieflage und die darauf aufbauende Strategie ins Rutschen. Für einen Konzeptioner, der seine Sache gut machen will, gibt es in dieser Situation eigentlich nur eins: Er muss den Boden der Tatsachen mit aller Kraft verteidigen.