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Langsame Datenleitung

By |2017-04-22T13:02:02+00:00März. 31st. 2007|Persönliches und Sonstiges|

Arbeitswoche auf der Kriechspur

Houston, ich habe da ein Problem. Anfang der Woche fing meine DSL-Verbindung ins Internet an zu tröpfeln, um dann nach einigen Stunden endgültig zu versiegen. Meine verzweifelte Fehlersuche blieb vergeblich und auch die Telekom fand keine Lösung. Nichts ging mehr. Die Leitung blieb mausetot.

In Notwehr holte ich mein in Ehren verstaubtes Modem aus dem Keller und wählte mich über die Telefonleitung ins Internet. Das funktioniert. Bloß wie! Ich surfe zurzeit, einen Geduldsfaden hinter mich herziehend, auf der Kriechspur durchs Netz. Mein Arbeitstempo ist empfindlich gestört.

Im Rahmen einer Konkurrenzanalyse musste ich die Websites aller Konkurrenten begutachten, doch das dauerte. Bis zu einer Minute verging, bis sich die einzelnen Seiten aufgebaut hatten. Am Tag danach brach ich eine Zielgrupperecherche in der Online-Datenbank „Typologie der Wünsche“ ab, weil  ich die extreme Zeitlupe des Tabellenaufbaus nicht mehr ertragen konnte.  Als mir ein Kollege seine Powerpoint-Präsentation zur weiteren Bearbeitung zumailen wollte, brauchte es eine geschlagene Stunde bis die Daten geladen waren. In meiner Verzweiflung schaltete ich für den Rest der Woche den rss-Newsreader ab, denn mir war aufgefallen, dass der im Hintergrund ständig nachlud und den Datenstrom fast erdrosselte.

Ich hätte nie gedacht, dass eine Verstopfung in der Datenleitung meine Konzeptionsarbeit so aus dem Rhythmus bringen kann. Zwei Abgabetermine gerieten ins Rutschen und mein Nervenkostüm war des Öfteren zum Zerreißen gespannt. Wie habe ich das nur gemacht, als es vor Jahren noch kein schnelles DSL gab?

Nächste Woche, verspricht die Telekom, bekäme sie das Problem in Griff und den Informationsstrom wieder in Fluss. Hoffentlich! Ich kann es kaum erwarten!