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22 Mai 2017

Das neue Handbuch für Praxis und Studium ist da

By | 2017-05-22T10:16:18+00:00 Mai. 22nd. 2017|., Strategie und Planung|

Wirksame Kommunikation – mit Konzept

Kommunikationskonzeption für die Praxis

Unser neu­es Buch öff­net den gro­ßen Werk­zeug­kas­ten der stra­te­gi­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pla­nung. Auf 620 Sei­ten stel­len Oli­ver Jor­zik und ich alle gän­gi­gen Metho­den, Instru­men­te und Faust­re­geln der Kon­zep­ti­ons­leh­re vor und zei­gen, wie sie ein­ge­setzt wer­den. Wie bei einem Koch­buch ser­vie­ren wir nur Rezep­te, die wir selbst bereits aus­pro­biert haben, und die in der Kon­zep­ti­ons­pra­xis tat­säch­li­ch funk­ti­ons­tüch­tig sind. Aka­de­mi­sche Kopf­ge­bur­ten und alte Zöp­fe las­sen wir weg.

 

Konzeption als Unabhängigkeitserklärung

Das Hand­buch hält mit Web 2.0, Soci­al Media, Con­tent & Co. Schritt, springt aber nicht auf den Trend­zug auf und ver­kün­det die digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­vo­lu­ti­on. Denn wirk­sa­me Kom­mu­ni­ka­ti­on braucht Kon­zep­te, die über den Instru­men­ten, den Kanä­len und Tech­ni­ken ste­hen, die in jeder Situa­ti­on unab­hän­gig blei­ben und den stra­te­gi­schen Über­bli­ck behal­ten.

 

Leser/innen als Nutzer/innen

Das neue Hand­buch wen­det sich an kon­zep­ti­ons­er­fah­re­ne Praktiker/innen, die ihr vor­han­de­nes Wis­sen auf­fri­schen wol­len und auf der Suche nach neu­en Impul­sen sind sowie an kon­zep­tio­nel­le Einsteiger/innen, die hand­fes­te und leicht ver­ständ­li­che Hil­fe­stel­lun­gen benö­ti­gen. Das Buch will zudem Stu­die­ren­de anspre­chen, die im Rah­men von Semi­na­ren und Fach­ar­bei­ten vor der Auf­ga­be ste­hen, ein metho­di­sch siche­res Kon­zept zu ent­wi­ckeln.

Wer sich  ein­le­sen will, der kann auf der Web­site unse­res Ver­lags das Inhalts­ver­zeich­nis sich­ten und ein Pro­be­ka­pi­tel her­un­ter­la­den.

 

Klaus Schmid­bau­er und Oli­ver Jor­zik
Wirk­sa­me Kom­mu­ni­ka­ti­on – mit Kon­zept
Ein Hand­buch für Pra­xis und Stu­di­um
Tal­pa-Ver­lag Pots­dam
Mai 2017
620 Sei­ten
Hard­co­ver
36 Euro
10 Mai 2017

Wie aus SWOT TOWS wird

By | 2017-05-10T08:31:50+00:00 Mai. 10th. 2017|Briefing und Analyse|

Die Talente der TOWS-Analyse

TOWS hat Seltenheitswert

In den meis­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zep­ten begeg­net mir im ana­ly­ti­schen Teil eine SWOT-Ana­ly­se mit den rele­van­ten Stär­ken, Schwä­chen, Chan­cen und Risi­ken. Die SWOT ist das Arbeits­pferd der Kon­zep­ti­ons­leh­re. Im Gegen­satz dazu ist die TOWS-Ana­ly­se eher ein wei­ßer Ele­fant. In den letz­ten Jah­ren habe ich unzäh­li­ge Kon­zep­te gele­sen, bin aber nur ein ein­zi­ges Mal auf eine TOWS-Ana­ly­se gesto­ßen.

Die TOWS-Ana­ly­se wird bis­wei­len auch SWOT-Matrix genannt. Sie lei­tet sich aus der SWOT-Ana­ly­se ab, eine TOWS ohne SWOT geht nicht.

Die TOWS schlägt eine Brü­cke von der Ana­ly­se zur Stra­te­gie. Sie erleich­tert es dem Kon­zep­ti­ons­team, aus den Fak­to­ren der SWOT die fol­ge­rich­ti­gen Schlüs­se für die anschlie­ßen­de Stra­te­gie­ent­wick­lung zu zie­hen.

 

TOWS zieht Schlussfolgerungen

Das Team baut eine Matrix, bei der die Stär­ken, Schwä­chen, Chan­cen und Risi­ken der SWOT als Spal­ten- und Zei­len-Köp­fe an den Matrix-Rand rücken. In den vier Innen­fel­dern ste­hen dann jeweils Fak­to­ren-Kom­bi­na­tio­nen der bei­den tan­gie­ren­den Köp­fe, aus denen pas­sen­de stra­te­gi­sche Schluss­fol­ge­run­gen gezo­gen wer­den. Die Stär­ke „Unser F+E-Chef hat her­aus­ra­gen­de The­men­kom­pe­tenz“ ver­bin­det sich mit der Chan­ce „Fach­me­di­en inter­es­siert am The­ma“ zur Schluss­fol­ge­rung: „F+E-Chef zum Exper­ten für Medi­en auf­bau­en“. Auf die Wei­se arbei­tet sich das Kon­zep­ti­ons­team durch alle vier Fel­der:

  • S-/O-Strategien nut­zen eine oder meh­re­re eige­ne Stär­ken (S = Strengths) des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ob­jekts, um bei bestimm­ten exter­nen Chan­cen (O=Opportunities) im Umfeld den Hebel anzu­set­zen. Die rich­ti­ge Ver­bin­dung aus Stär­ken und Chan­cen ver­leiht der Kom­mu­ni­ka­ti­on enor­men Auf­trieb.
  • S-/T-Strategien nut­zen eine oder meh­re­re eige­ne Stär­ken (S) des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ob­jekts, um kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­le­van­te Risi­ken (T=Threats) aus dem Umfeld abzu­wen­den.
  • W-/O-Strategien besei­ti­gen eige­ne Schwä­chen (W=Weaknesses), um loh­nen­de Chancen(O) im Umfeld bes­ser zu nut­zen.
  • W-/T-Strategien tun ihr Bes­tes, um die eige­nen Schwä­chen (W) vor den Risi­ken (T) des exter­nen Umfelds zu schüt­zen. Denn Schwä­chen, die in Bezug zu Risi­ken ste­hen, stel­len gefähr­li­che Ein­falls­to­re für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me dar.

Die stra­te­gi­schen Schluss­fol­ge­run­gen müs­sen sich ergän­zen und gegen­sei­tig unter­stüt­zen. Jede Schluss­fol­ge­rung ist eine wich­ti­ge Koor­di­na­te auf dem stra­te­gi­schen Weg. Alle Schluss­fol­ge­run­gen zusam­men erge­ben ein ziel­füh­ren­des Koor­di­na­ten­sys­tem.

 

TOWS hat Tücken

Die SWOT-/TOWS-Analyse ist ein hilf­rei­ches Instru­ment, hat aber ihre Tücken, über die vie­le Kon­zep­ti­ons­teams stol­pern und des­halb beim nächs­ten Mal die Fin­ger davon­las­sen. Wenn näm­li­ch die SWOT nicht gründ­li­ch aus­ge­ar­bei­tet ist und rele­van­te Fak­to­ren über­se­hen wur­den, dann endet die TOWS wie ein Kar­ten­spiel, bei dem eini­ge Kar­ten feh­len. Das Spiel geht nicht auf.

Wer des­halb in Not­wehr anfängt, ein­zel­ne Fak­to­ren not­ge­drun­gen in Bezie­hun­gen zu zwän­gen und Schluss­fol­ge­run­gen der TOWS zurecht­zu­bie­gen, der gefähr­det das gesam­te Kon­zept. Die Devi­se heißt viel­mehr: Zurück ganz auf Anfang und noch ein­mal alle Fak­ten aus Brie­fing und Recher­che durch­schau­en, die es nicht in die SWOT geschafft haben. Meist fin­den sich dar­un­ter wei­te­re kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­le­van­te Fak­to­ren, die in die SWOT und damit in die TOWS nach­rü­cken, um die Ver­bin­dungs­lü­cken zu schlie­ßen. Even­tu­ell muss man sogar neu recher­chie­ren, um zusätz­li­che Fak­ten zu fin­den und ein­zu­glie­dern. Das macht rich­tig Arbeit, aber wer die TOWS nut­zen will, kommt dar­an nicht vor­bei.

 

24 April 2017

Suchmaschinenoptimierung – kritisch betrachtet

By | 2017-05-22T10:21:40+00:00 April. 24th. 2017|Instrumente und Maßnahmen|

SEO Follows Sense“ *

© Aiko – fotolia.de

SEO im Trend

Seit eini­ger Zeit gehört es zum guten Ton, Web­tex­te für die Such­ma­schine zu opti­mie­ren. In man­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lun­gen wird die Opti­mie­rung mit gro­ßer Lei­den­schaft betrie­ben. Gut ist, was dem Traf­fic nutzt. SEO geht auf die Über­hol­spur.

Mir stel­len sich jedes Mal die Nacken­haa­re auf. Wer die Spra­che gekonnt ein­setzt, der kann viel bewe­gen. „Das Wort ist ein mäch­ti­ges Schwert“, heißt ein altes Sprich­wort. Durch SEO kann das Schwert mäch­tig stumpf wer­den.

 

SEO suboptimal

Die Online-Spe­zia­lis­ten leh­nen mei­nen Text ab, weil das Focus-Key­word nicht in der Head­line steht. Das Key­word muss in die Head­line! Und auch der Fließ­text geht nicht, denn es gibt kei­ne Zwi­schen­über­schrif­ten, die Sät­ze sind zu lang, der Text ist ins­ge­samt zu kurz. Das ist nicht gut für die Such­ma­schine. Außer­dem habe ich das Key­word im Text nur ein ein­zi­ges Mal erwähnt und nir­gend­wo ist ein Link zu fin­den. Das ist schlecht für die Such­ma­schine.

In der Fol­ge wird mein in Spra­che und Inten­ti­on run­d­er Text zurecht­ge­bo­gen, bis die Such­ma­schine ihn mag. Sor­ry, aber in der Form ist SEO „Bull­s­hit“!

 

SEO einfühlsam

Ich bin für SEO, aber unter der Maxi­me „SEO fol­lows Sen­se“.  Zual­ler­er­st muss der Text inhalt­li­ch und sprach­li­ch opti­mal sein, erst dann geht es an die Opti­mie­rung für die Such­ma­schine. Alles was SEO-mäßig mög­li­ch ist, ohne die Spra­che und den Sinn zu kom­pro­mit­tie­ren, wird gemacht, alles ande­re wird gelas­sen. Wenn das Key­word nicht in die Über­schrift passt, dann bleibt es drau­ßen. Wenn der Text lan­ge Sät­ze braucht, weil dadurch die Worte den rich­ti­gen Fluss bekom­men, dann blei­ben die Sät­ze lang. Der Text wird für die Leser gemacht und nicht für die Such­ma­schine.

 

* Ursprüng­li­ch heißt es eigent­li­ch  „Form Fol­lows Func­tion“

7 April 2017

Wenig Aufwand. Viel Wirkung. Pitch geht auch anders

By | 2017-04-14T10:05:50+00:00 April. 7th. 2017|Pitch und Präsentation|

Pitch as Pitch can?

 

Zu viel Pitch-Aufwand treiben

Ich lie­be Pit­ches – die Wett­be­wer­be zur Etat­ver­ga­be an Agen­tu­ren. Da kommt Span­nung auf und die abschlie­ßen­de Prä­sen­ta­ti­on ist wie ein Pokal­fi­na­le beim Fuß­ball. Ich möch­te den Adre­na­lin­stoß nicht mis­sen, wenn ich als Fre­e­lan­cer für eine Agen­tur „in die Bütt“ gehe.

Ich has­se Pit­ches – weil sich die Agen­tu­ren für ein mini­ma­les Aus­fall­ho­no­rar oder ganz für lau jede Men­ge Arbeit machen müs­sen. 5, 6 oder 7 Agen­tu­ren tre­ten an. Jede Agen­tur inves­tiert – in Selbst­kos­ten gerech­net – einen Klein­wa­gen, aber nur eine kann den Etat gewin­nen, die ande­ren haben für die Ton­ne gear­bei­tet. Meh­re­re nagel­neue Klein­wa­gen ver­schwin­den in der Ton­ne.

 

Plädoyer für den Workshop-Pitch

Es gibt eine Alter­na­ti­ve. Sie wird lei­der viel zu sel­ten genutzt, obwohl sie gut funk­tio­niert. Der Auf­trag­ge­ber lädt die Agen­tu­ren zum Work­shop-Pit­ch ein. Meh­re­re Agen­tur­teams (gen­au die Leu­te, die spä­ter für den Auf­trag­ge­ber arbei­ten sol­len) gehen zum Pit­ch-Ter­min vor Ort in Klau­sur und erar­bei­ten in zwei Stun­den spon­tan eine Kon­zept­skiz­ze für die anste­hen­de Kom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­ga­be. In direk­tem Anschluss prä­sen­tie­ren und dis­ku­tie­ren die Teams im Wett­be­werb nach­ein­an­der ihr Kon­zept vor dem Ent­schei­der­gre­mi­um des Auf­trag­ge­bers.

In die­sem schlan­ken Work­shop-Pro­zess trennt sich die Spreu vom Wei­zen in Echt­zeit. Es ist unmit­tel­bar erkenn­bar, wel­ches Agen­tur­team mit der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­ga­be über­for­dert war und wel­ches Team ein gutes kon­zep­tio­nel­les Gespür hat­te.

Ein Work­shop-Pit­ch funk­tio­niert nicht für jede Auf­ga­be. Für eine neue Mar­ken­ge­stal­tung oder eine kom­ple­xe Image­kam­pa­gne greift das Instru­ment zu kurz, aber in vie­len Fäl­len ist der Work­shop-Pit­ch sogar auf­schluss­rei­cher, weil authen­ti­scher als die klas­si­sche Wett­be­werbs­prä­sen­ta­ti­on. Hin­zu kommt: Die betei­lig­ten Agen­tu­ren müs­sen kei­nen Klein­wa­gen inves­tie­ren, ein Fahr­rad reicht völ­lig aus.

9 März 2017

Chancen und Grenzen der Markenbildung

By | 2017-04-14T10:22:23+00:00 März. 9th. 2017|Branche und Business|

Markenbildung zwischen Sein und Schein

Ein zen­tra­les Ele­ment der Kom­mu­ni­ka­ti­on ist die Mar­ke (neu­deut­sch: „Brand“). Es gehört heu­te zum guten Ton von Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen, sich als Mar­ke zu posi­tio­nie­ren. Es scheint, nicht mehr ohne zu gehen. Nur wann ist eine Mar­ke eine Mar­ke?

Zuer­st ein­mal: Was ist eine Mar­ke? Die Mar­ke ver­bin­det ein prä­gnan­tes, ein­heit­li­ches Mar­ken­de­si­gn mit einem über­zeu­gen­den Mar­ken­ver­spre­chen. Die Men­schen in der moder­nen Kon­sum– und Medi­en­ge­sell­schaft wer­den von Kom­mu­ni­ka­ti­on über­flu­tet und fin­den kaum noch Halt. In die­ser Situa­ti­on sind Mar­ken wie Leucht­tür­me. Sie geben Ori­en­tie­rung und sagen ihrer Ziel­grup­pe: „Du kann­st dich auf mich ver­las­sen!“  Und wenn alles gut geht, dann ver­traut die Ziel­grup­pe dar­auf und bekennt sich zur Mar­ke.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che spricht von der „Macht der Mar­ke“, ver­kauft die Mar­ke als Wun­der­waf­fe und ver­schweigt dabei einen Knack­punkt.

Die Defi­ni­ti­on der Mar­ke geht näm­li­ch noch wei­ter. Eine Mar­ke ist noch lan­ge kei­ne Mar­ke, wenn ein Unter­neh­men ein Mar­ken­zei­chen mit einem Mar­ken­ver­spre­chen ver­eint und nach drau­ßen kom­mu­ni­ziert. In Wirk­lich­keit setzt eine Mar­ke nur Zei­chen, wenn das Zei­chen von der Ziel­grup­pe erkannt, gelernt und erin­nert wird. Ein Mar­ken­ver­spre­chen macht erst Sinn, wenn das Ver­spre­chen bei der Ziel­grup­pe ankommt und in Ver­trau­en trans­for­miert wird. Eine Mar­ke wird folg­li­ch erst zur Mar­ke, wenn sie sich den Weg in die Köp­fe der Ziel­grup­pe gebahnt hat. Vor­her ist sie nur die Opti­on auf eine Mar­ke.

Schließ­li­ch ist ein Publi­kums­lieb­ling auch nur dann Publi­kums­lieb­ling, wenn er vom Publi­kum tat­säch­li­ch geliebt wird. Eine Auto­ri­tät wird erst zur Auto­ri­tät, wenn die Men­schen ihm Auto­ri­tät ver­lei­hen. Mein Gegen­über ist erst mein Freund, wenn er mei­ne Freund­schaft erwi­dert.

Das heißt in letz­ter Kon­se­quenz: Da drau­ßen gibt es unzäh­li­ge Unter­neh­men, Insti­tu­tio­nen, Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen, die von sich bean­spru­chen, eine Mar­ke zu sein, aber den Anspruch in Wirk­lich­keit nicht ein­lö­sen kön­nen. Denn in den Köp­fen der Men­schen gibt es nur begrenz­te Kapa­zi­tä­ten für Mar­ken­bil­der. Jeder kann sich nur ein paar Mar­ken zu Her­zen neh­men. Auch wenn alle Unter­neh­men auf der Welt ihre Mar­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on per­fek­tio­nie­ren, wür­den sich die frei­en Andock­punk­te für Mar­ken in unse­ren Köp­fen nur unwe­sent­li­ch erhö­hen. Sprich: Von 100% Mar­ken-Optio­nen, haben nur immer eini­ge weni­ge Aus­sicht auf Erfolg. Die gro­ße Mehr­heit muss schei­tern.

1 Februar 2017

Im Trend und trotzdem ein Flop

By | 2017-04-14T10:23:05+00:00 Februar. 1st. 2017|Branche und Business|

Top of the Flops

Alles wird gerankt. Alle machen Ran­kings. Ich auch. Hier und heu­te ver­mel­de ich mei­ne per­sön­li­che Top 3 der Flops in der aktu­el­len Unter­neh­mens- und Mar­ke­ting­kom­mu­ni­ka­ti­on. Das Ran­king basiert auf mei­nen Erfah­run­gen in den letz­ten Jah­ren und erhebt kei­nen Anspruch auf All­ge­mein­gül­tig­keit:

  1. Platz: Der QR-Code – Anzei­gen, Pla­ka­te, Bro­schü­ren, Fly­er, Ver­pa­ckun­gen wer­den seit eini­ger Zeit von die­sen selt­sa­men schwarz­wei­ßen Mus­tern ver­un­ziert. Vie­le mei­ner Auf­trag­ge­ber wol­len Sie unbe­dingt auf ihre Wer­be- und Infor­ma­ti­ons­mit­tel dru­cken. Sie schei­nen so etwas wie Insi­gni­en des Fort­schritts zu sein. War­um bezeich­ne ich sie den­no­ch als gro­ßen Flop? Ers­tens sehen Sie häss­li­ch aus und zer­stö­ren das Bild jedes Wer­be­mit­tels. Zum ande­ren wei­sen Sie eine unter­ir­di­sche Erfolgs­quo­te auf. Kaum jemand hält sein Smart­pho­ne drauf und fragt die dahin­ter­ste­hen­den Infor­ma­tio­nen ab.
  1. Platz: Die App – Soll­ten wir für unse­re Kun­den nicht eine schmu­cke App ent­wi­ckeln? Die Fra­ge höre ich des Öfte­ren, denn Apps fürs Smart­pho­ne & Co sind in. Ich rate nicht immer, aber immer öfter davon ab. Über 90% der Apps dar­ben in den Stores von App­le und Goo­gle vor sich hin, kei­ner will sie run­ter­la­den. Und wenn man sie doch lädt und instal­liert, dann wer­den 90% der Apps nur 1x oder 2x geöff­net. Apps müs­sen einen hohen und per­ma­nen­ten Anwen­dungs­nut­zen bie­ten, sie müs­sen sim­ple und sicher in der Anwen­dung sein, nur dann habe sie eine Chan­ce.
  1. Platz: Der Twit­ter-Account – Vie­le Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land twit­tern, aber nicht wirk­li­ch und nicht rich­tig. In Wirk­lich­keit wer­den haupt­säch­li­ch die Pres­se­mit­tei­lun­gen und die News der eige­nen Web­site auf Twit­ter gespie­gelt. 140 Zei­chen Pflicht­übung. Die Fol­lo­wer-Zah­len pen­deln im 3 bis 4-stel­li­gen Bereich. Das Aus­maß von Ret­weets, Gefällt mir oder Ant­wor­ten bleibt beschei­den. Leben­di­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on sieht anders aus.
12 Januar 2017

Overflow“ der Pressemitteilungen

By | 2017-04-14T10:24:15+00:00 Januar. 12th. 2017|Instrumente und Maßnahmen|

Pressemitteilungen: Weniger sind mehr

Es wer­den viel zu vie­le Pres­se­mit­tei­lun­gen ver­schickt. Die PMs und PIs sind eine wah­re Pla­ge gewor­den. Jedes Räus­pern einer Orga­ni­sa­ti­on muss heut­zu­ta­ge von einer Pres­se­mit­tei­lung gesäumt wer­den. So wer­den täg­li­ch tau­sen­de Mitt­tei­lun­gen in die elek­tro­ni­schen Post­fä­cher der Medi­en gespült. Die meis­ten davon sind schlicht­weg über­flüs­sig.

Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trei­ben­de aller Cou­leur soll­ten sich fol­gen­de Regeln zu Her­zen neh­men:

  • Über­prüft und redu­ziert den Out­put eurer Pres­se­ab­tei­lung. Aus­sa­gen wie „Unser Pres­se­re­fe­rat ist ange­wie­sen, min­des­tens drei Pres­se­mit­tei­lun­gen pro Woche zu ver­sen­den“ zeu­gen nicht von klu­ger Media Rela­ti­ons.
  • Ver­sen­det nur Pres­se­mit­tei­lun­gen, wenn ihr eine aktu­el­le Infor­ma­ti­on vor­wei­sen könnt, die für die Ziel­grup­pen da drau­ßen tat­säch­li­ch Bedeu­tung, Nut­zen und Neu­ig­keits­wert hat.
  • Ver­sen­det Pres­se­mit­tei­lun­gen gezielt und dif­fe­ren­ziert an Medi­en und Ziel­grup­pen, die für die Nach­richt von Belang sind. Das brei­ten Streu­en ist ein Unding. Der „gro­ße Ver­tei­ler“ darf nur in sel­te­nen Aus­nah­me­fäl­len zum Ein­satz kom­men.
  • Ver­sen­det kur­ze Pres­se­mit­tei­lun­gen, die schlank auf die Inter­es­sen­la­ge der Ziel­grup­pen zuge­schnit­ten wur­den. Wider­steht (soweit mög­li­ch) den Wün­schen von Chef­eta­gen und Fach­ab­tei­lun­gen, die ihre eige­ne Leis­tung aus­führ­li­ch ins rich­ti­ge Licht rücken wol­len. Ihr seid die Gate­kee­per zu den Medi­en, lasst nur Qua­li­tät durch!
  • Ver­sen­det nur Pres­se­mit­tei­lun­gen, die sofort zu Sache kom­men, einen ech­ten „Spin“ haben und eine rele­van­te Geschich­te erzäh­len.

Wer trotz allem zu vie­le und zu lan­ge Pres­se­mit­tei­lun­gen über einen zu gro­ßen Ver­tei­ler ver­brei­tet, den bestraft das Leben. Jede Pres­se­ab­tei­lung lebt von ihrer Infor­ma­ti­ons­re­pu­ta­ti­on. Wenn Jour­na­lis­ten, Redak­teu­re, Blog­ger gecheckt haben, dass von einer Orga­ni­sa­ti­on meist nur war­me Luft ver­brei­tet wird, dann lei­det die Repu­ta­ti­on. Die PMs (auch die wirk­li­ch Wich­ti­gen) wer­den mit Nicht­ach­tung bestraft und weg­ge­klickt.

25 November 2016

Website zum Buch ist online

By | 2017-04-14T10:25:52+00:00 November. 25th. 2016|Persönliches und Sonstiges|

Gescheite Site zur internen Kommunikation

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Zwei Mona­te nach Erschei­nen der kom­plett über­ar­bei­ten Neu­auf­la­ge unse­res Pra­xis­bu­ches zur inter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on ist eine spe­zi­el­le Web­site online gegan­gen.

War­um eine Web­site? Klar es geht um Wer­bung, aber der eigent­li­che Grund ist ein ande­rer. Ulri­ke Führ­mann und ich haben uns in den Vor­auf­la­gen jedes Mal geär­gert, weil schon nach kur­zer Zeit unse­re Tipps zu Web­sites, Blogs, Büchern und Stu­di­en rund um die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­al­tet waren. Bücher wur­den aus dem Han­del genom­men, Blogs ein­ge­stellt und unse­re Tipps führ­ten ins Lee­re.

In der neu­en Auf­la­ge haben wir es anders gemacht. Sämt­li­che Tipps und Links ste­hen nicht mehr im gedruck­ten Buch, son­dern direkt auf der Web­site. Wir neh­men uns vor, die Site regel­mä­ßig zu aktua­li­sie­ren und mit der Zeit auch aus­zu­bau­en. Hier ist der Link: www.interne-kommunikation-buch.de

1 November 2016

Konzeptpräsentation im Blick

By | 2017-04-14T10:26:32+00:00 November. 1st. 2016|Pitch und Präsentation|

Da guckst du! Konzeptpräsentation im Blick

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Jedes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zept soll­te prä­sen­tiert wer­den. Die münd­li­che Prä­sen­ta­ti­on ist die gro­ße Chan­ce, um das Kon­zept beim Auf­trag­ge­ber durch­zu­set­zen.

Es gibt zahl­rei­che Fach­bü­cher und spe­zi­el­le Semi­na­re, die Tipps für die Per­for­man­ce der Prä­sen­ta­ti­on geben. Da geht es um die Gestal­tung der Foli­en, um die rich­ti­ge inhalt­li­che Dar­stel­lung, um Mimik und Ges­tik.

Ein wei­te­rer Erfolgs­fak­tor für die erfolg­rei­che Prä­sen­ta­ti­on ist der rich­ti­ge Blick­kon­takt. Bit­te ver­dre­hen Sie jetzt nicht die Augen! Nein wirk­li­ch, der rich­ti­ge Ein­satz der Augen ist wich­tig.

Ich erle­be stän­dig Prä­sen­ta­tio­nen, da dre­hen sich die Vor­tra­gen­den wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on stän­dig Rich­tung der pro­ji­zier­ten Foli­en und ver­lie­ren die Zuhö­rer völ­lig aus dem Bli­ck. Dadurch lei­det die Über­zeu­gungs­kraft erheb­li­ch.

Die Regel lau­tet: Wen­de dich den Zuhö­rern zu und schaue sie an. Auch soll­te man ver­su­chen, den Bli­ck nicht auf ein­zel­ne Per­so­nen zu fixie­ren, son­dern die Augen wan­dern zu las­sen und alle in den Bli­ck zu neh­men. Alle füh­len sich direkt ange­spro­chen. Es gibt aller­dings eine Aus­nah­me. Per­so­nen, die durch nega­ti­ve Ges­tik oder abfäl­li­ge Bemer­kun­gen, ihre Ableh­nung zei­gen, die igno­riert man. Denn jemand, der bei jedem Blick­kon­takt den Kopf schüt­telt, kann den Vor­tra­gen­den gehö­rig aus dem Kon­zept brin­gen.

Und noch eine Aus­nah­me gibt es. Beim Über­brin­gen von schlech­ten Nach­rich­ten schaut man die Zuschau­er nicht an (…es sei denn, man will ihnen aus­drück­li­ch ins Gewis­sen reden). Neh­men wir als Bei­spiel die Prä­sen­ta­ti­on der SWOT-Ana­ly­se. Bei den Fel­dern der Stär­ken und Chan­cen gibt es direk­ten Blick­kon­takt. Anders bei den Fel­dern Schwä­chen und Risi­ken, hier emp­fiehlt es sich, die Zuhö­rer bewusst zu über­se­hen.

Wie bekommt man den Blick­kon­takt in Griff? Da hilft die Pro­be­prä­sen­ta­ti­on. Wäh­rend der Pro­be soll­te es nicht nur um Inhal­te, son­dern auch um Mimik, Ges­tik, Bewe­gung im Raum – und eben um den rich­ti­gen Ein­satz der Augen gehen.

20 September 2016

3. Auflage des Wegweisers für die interne Kommunikation

By | 2017-04-14T10:27:10+00:00 September. 20th. 2016|Persönliches und Sonstiges|

Zum 3. Mal gut aufgelegt!

ikbuch

Rund 5.000 Exem­pla­re sind bis­her von „Wie kommt Sys­tem in die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on?“ ver­kauft. Für ein Fach­buch zu einem ziem­li­ch spe­zi­el­len The­ma ist das eine ansehn­li­che Zahl, wie ich fin­de.  Aber auf die­se Zahl haben wir uns nicht aus­ge­ruht.

Die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on hat sich in den letz­ten Jah­ren enorm wei­ter­ent­wi­ckelt, es war höchs­te Zeit, die Din­ge wie­der auf den neu­es­ten Stand zu brin­gen. Über ein Jahr haben Ulri­ke Führ­mann und ich an der neu­en Auf­la­ge gear­bei­tet, daheim im Büro und bei regel­mä­ßi­gen Arbeits­tref­fen in der Küche. Alle neun Kapi­tel wur­den gründ­li­ch über­ar­bei­tet, ver­al­te­te Pas­sa­gen raus­ge­wor­fen und vie­le neue Inhal­te ergänzt. Das Buch liest sich wie neu!

Ende August kam die drit­te Auf­la­ge dann end­li­ch fri­sch vom Dru­cker und inzwi­schen ist sie auch bei Ama­zon erhält­li­ch. Höchs­te Zeit, ein wenig Wer­bung dafür zu machen

Ulri­ke Führ­mann und Klaus Schmid­bau­er
Wie kommt Sys­tem in die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on?
3. voll­stän­dig über­ar­bei­te­te Auf­la­ge, August 2016
Tal­pa-Ver­lag, Pots­dam
264 Sei­ten, 29,80 Euro